Kreuzer ohne Erinnerung an CHIO-Unfall

Von: Günter Kirschbaum
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Bald wieder im Sattel: Andreas Kreuzer hat den Unfall gut überstanden. Foto: imago/Sven Simon

Aachen/Marienheide. Andreas Kreuzer empfindet es als „Zwangsurlaub“. Der Reiter, der am CHIO-Freitag als neunter Starter im NRW-Preis mit seinem Pferd Balounito schwer gestürzt war, muss sich noch schonen. Gebrochen oder angebrochen sei nichts, und die Gehirnerschütterung klingte ab, bestätigt er am Telefon. Die wichtigste Nachricht: Spätfolgen muss er nicht befürchten.

Aber der 22-Jährige muss sich noch von seinem Unfall erholen. Das versucht er bei den Eltern in Marienheide. Wann er wieder aufs Pferd steigen kann? „Das wird noch zwei, drei Wochen dauern“, sagt Andreas Kreuzer.

Kreuzer kann nichts zu Klärung beitragen, wie es zu diesem spektakulären Sturz, den Millionen Zuschauer an den TV-Schirmen gesehen haben. „Ehrlich gesagt, kann ich mich an nichts erinnern“, räumt das Mitglied des Perspektivkaders der Nationalen Reiterlichen Vereinigung (FN) ein. „Aber ich würde sagen, Glück gehabt.“ Allerdings erinnert sich Andreas Kreuzer daran, dass sein Pferd zuvor schon Schwierigkeiten gehabt hatte. „Vorher, der Sprung drei, war optisch für die Pferde schon schwierig“, berichtet Kreuzer. „Da hat Balounito auch mal hingeschaut. Aber bei Hindernis sieben, dem Doppel-Wasser, war er eigentlich schon wieder in der Spur.

„Es ist einfach verdammt ärgerlich. So etwas ist mir zuvor noch nicht passiert“, sagt Kreuzer, der im Stall von Bundestrainer Otto Becker in Sendenhorst angestellt ist. Dass sich aus diesem Vorfall ein Trauma entwickeln könnte, glaubt der 22-Jährige allerdings nicht. „Das gehört auch zum Sport“, sagt er. „Das ist in anderen Bereichen auch so. Gefahr gehört einfach dazu. Damit muss ich leben.“

Drei Tage nach seinem Sturz hat sich Kreuzer etwas vorgenommen. „Ich kann mit diesem Ereignis umgehen“, betont er und ergänzt: „Damit ich nächsten Jahr wieder nach Aachen kommen kann und durch andere Dinge auffalle.“

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