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Karolina Bednarova: „Das wird ein großer Kampf“

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Karolina Bednarova
Grund zum Jubeln gab es für Karolina Bednarova (Mitte) und die „Ladies in Black“ Aachen genug. Gegen Schwerin soll ein weiterer Sieg eingefahren werden. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Sie kam ursprünglich nur für eine Saison – und ist drei Jahre später immer noch da. Die Kapitänin der „Ladies in Black“ hat mit den Aachener Bundesliga-Volleyballerinnen einiges erlebt in dieser Zeit. Vor dem Top-Spiel (19 Uhr) am Samstag gegen Meister und Pokalsieger Schwerin sprach Roman Sobierajski mit Karolina Bednarova.

Das Kräftemessen mit der Übermannschaft der vergangenen Saison steht an. Wie gut ist Ihr Team darauf eingestellt?

Bednarova: Unser Trainer hat uns schon am Montagmorgen in einem längeren Gespräch klargemacht, dass alle Anstrengungen auf dieses Spiel gerichtet sind. Wir wissen, dass wir gewinnen können, aber auch Schwerin wird sicher gut vorbereitet sein.

Die Zeiten, in denen Aachen andere Mannschaften verblüffen konnten, sind wohl vorbei . . .

Bednarova: Ja, wir haben Vilsbiburg überrascht, und wir haben Münster überrascht. Gegen Schwerin wird das nicht gelingen, die gegnerischen Mannschaften nehmen uns mittlerweile ernst. Wir sind nicht der Favorit, aber die gibt es in dieser Saison ohnehin nicht so wie in den letzten Jahren.

Außer gegen Dresden haben die „Ladies“ gegen alle großen Teams gepunktet, gegen Schwerin hat Ihr Team die Chance, noch einen weiteren Namen hinzuzufügen.

Bednarova: Das ist uns bewusst, und ich schätze, das Spiel wird ein großer Kampf werden. Von beiden Seiten. Schwerin wird alles daran setzen, hier in Aachen als erstes Topteam Punkte zu holen.

Waren die beiden 0:3-Niederlagen gegen Dresden und Suhl die beiden großen Ausreißer im Saisonverlauf?

Bednarova: Das Spiel gegen Suhl war sicherlich unglücklich, die Niederlage gegen Dresden war dagegen verdient, zumal die Dresdenerinnen gegen uns einen ähnlich guten Tag hatten wie wir gegen Vilsbiburg.

Die „Ladies in Black“ sind Dritte, Schwerin rangiert zwei Plätze dahinter . . .

Bednarova: . . . das bedeutet nichts. Sieht schön aus, aber darauf kann man sich nicht ausruhen. Die Tabelle ist auch schief, Schwerin hat zwei Spiele weniger.

Sie haben hier in Aachen drei Jahre gegen den Abstieg gespielt und machen in diesem Jahr eine völlig andere Situation mit.

Bednarova: Man muss sich auf jeden Fall weniger Sorgen machen. Mir tat das auch für die Fans leid, wenn man nach einer Niederlage in die Gesichter blickt. Im letzten Jahr fast um dieselbe Zeit war ich schon Zuhause, die Saison war für uns beendet. Jetzt ist die Stimmung komplett anders, wenn man gewinnt, ist alles viel einfacher.

Auffällig ist, dass Sie in der Annahme sehr gut mit Libera Dominika Valachova harmonieren.

Bednarova: Das war schon vom ersten Training an so, wir ticken irgendwie gleich, auf dem Feld, aber auch privat.

Denken Sie schon an die Play-offs? Macht man sich Gedanken, welches Team man gerne als Wunschgegner hätte?

Bednarova: Klar denken wir daran. Für mich persönlich wäre das Derby gegen Münster der Traum. Ich will nur nicht noch einmal nach Vilsbiburg fahren müssen.

Die Mannschaft schwimmt auf einer Erfolgswelle. Sehen Sie Chancen, dass das Team auch in der kommenden Saison zusammenbleibt?

Bednarova: Ich hoffe, dass die meisten Lust haben zu bleiben. Nach solch einer Saison gibt es auch keinen Grund wegzugehen.

Wie sehen denn Ihre eigenen Karrierepläne aus?

Bednarova: Ich stehe ja noch bis 2015 unter Vertrag hier in Aachen, bis dahin ist noch lange, „long time to go“.

Dann werden Sie 29 Jahre alt sein, noch zu früh, um an das Karriereende zu denken. Das langfristige Projekt mit Trainer Marek Rojko ist zunächst auf drei Jahre ausgelegt. Können Sie sich vorstellen, den Weg bis zum Ende mitzugehen?

Bednarova (lacht): Lustig, als Marek Rojko zu Saisonbeginn kam, hat er dieselbe Frage gestellt. Ich habe ihm versprochen, wenn bis April 2015 die neue Halle stehen sollte, hänge ich noch ein weiteres Jahr dran.

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