„Ich habe ihn rausgeschmissen”

Von: wb
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Scheidung: Joachim Schwarzmül
Scheidung: Joachim Schwarzmüller (rechts) trennt sich von Sebastian Foto: imago/Bild13

Aachen. Neun Jahre waren Trainer Joachim Schwarzmüller und Weitspringer Sebastian Bayer ein Team, ein erfolgreiches Team. Zweimal wurde Bayer Hallen-Europameister, 2009 katapultierte er sich in Turin auf 8,71 Meter.

Die zweibeste Weite, die je in der Halle gesprungen wurde, Europarekord. Das ist Geschichte, Bayer wird nun von Bundestrainer Uwe Florczak betreut.

Ganz reibungslos ging die Trennung nicht über die Bühne. „Ich habe die Zusammenarbeit beendet und ihn rausgeschmissen”, erklärt der Herzogenrather Trainer Schwarzmüller. „Ich habe Sebastian natürlich die Gründe erläutert.” Die Gründe lässt er offen.

„Wir haben uns nach Zürich unterhalten”, so Bayer. Beim Diamond League-Meeting am 8. September in der Schweiz war der 25-Jährige eine gute Woche nach der WM in Daegu, wo er mit 8,17 Metern Achter geworden war, nur auf 7,78 Meter gekommen. „Joachim hat mir einige Sachen genannt, die ihn gestört haben. Für mich waren das keine Gründe für eine Trennung.” Die Ansichten gegehen auseinander. „Dass das irgendwann mal anstehen würde, war klar. Irgendwann muss man mal neue Reize setzten. Aber definitiv nicht vor den Olympischen Spielen im nächsten Jahr.” Er sei zunächst geschockt gewesen, sagt der Weitspringer aus Breinig. „Mittlerweile kann ich damit leben.”

Schwarzmüllers Trainingsgruppe besteht nun mit den Hochspringern Tim Riedel (startet für Wattenscheid) und Kabelo Kgosiemang aus Botswana (Köln), den Langsprintern Alexander Meisolle (Wattenscheid) und Sorina Nwachukwu (Leverkusen) sowie dem niederländischen Zehnkämpfer Eugene Martineau nur aus Sportlern aus der Region. Bayer startet seit Anfang 2010 für den Hamburger SV. Zuvor trug er das Trikot des Bremer LT, von Bayer Leverkusen, vom SC Neubrandenburg und bis 2003 das der LG Euregio. Egal, für welchen Verein er startete, Schwarzmüller bliebt stets der Trainer. Der Weitspringer lebt seit etwa einem Jahr mit seiner Freundin, der Hürdensprinterin Carolin Nytra, in Mannheim. Bundestrainer Uwe Florczak arbeitet in Hamburg. Statt in den Westen fährt Bayer nun in den Norden, um seinen Coach zu sehen.
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