Aachen - Holczer: „Ich hatte das kriminelle Potenzial so nicht erwartet”

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Holczer: „Ich hatte das kriminelle Potenzial so nicht erwartet”

Von: Wilhelm Peters
Letzte Aktualisierung:
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Desillusionierter Hans-Michael Holczer: „Das Problem Doping ist letztlich nicht in den Griff zu bekommen.” Foto: imago/Martin Hoffmann

Aachen. Er gehört zu den kompromisslosesten Anti-Doping-Verfechtern der Szene. Und ist am 31. Dezember 2008 wieder ausgestiegen aus dem Profi-Radsport. Hans-Michael Holczer, der 55-jährige Ex-Manager des zum Jahresende aufgelösten Teams Gerolsteiner, ist desillusioniert.

„Das Problem Doping ist letztlich nicht in den Griff zu bekommen”, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung vor dem Start der Tour de France und nach der Entlarvung seiner einstigen Fahrer Bernhard Kohl, Stefan Schumacher und Davide Rebellin als Betrüger. „Ich bin dahingehend gescheitert, dass ich mich ein Stück weit überschätzt habe, was die Möglichkeiten betrifft, Doping auszuschließen”, so Holczer weiter.

Wenigstens Kohl folge zumindest jetzt und heute dem Bemühen um die Wahrheit. Holczer: „Das ist es, was ich will: die Wahrheit und Aufklärung. Es geht mir nicht ums Geld. Gegen Kohl habe ich keine Anzeige erstattet. Ich bin enttäuscht von ihm - natürlich. Aber Kohl ist auf dem richtigen Weg, weil er zur Aufklärung beiträgt.”
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