Gegner, aber keine Opfer

Von: eck
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Eine feste Größe und vielseitig eingesetzt: Alemannia Aachens Jana Franziska Poll.
Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Auch die Experten rieben sich verwundert die Augen. Der Dresdner SC, immerhin amtierender Europacup- und nationaler Pokalsieger, unterlag vor 3000 (!) Zuschauern in gerade mal 78 Minuten dem Bundesliga-Spitzenreiter aus Schwerin sang- und klanglos mit 19:25, 19:25, 19:25.

Dafür wollen sich die Sächsinnen am Samstagabend rehabilitieren. Und Alemannia Aachens Frauen sollen ab 19 Uhr an der Neuköllner Straße die „Opfer” sein.

„Wenn man mit gesundem Menschenverstand an die Sache herangeht, wird nichts zu machen sein”, wiegelt Stefan Falter ab. Und der Trainer der „ladies in black” ergänzt: „Dresden spielt nach wie vor in einer anderen Liga als wir. Wir haben jedoch einen Mindestanspruch, und der lautet: Unsere Gäste müssen hinterher sagen, dass sie sich richtig anstrengen mussten. Wir wollen sie zum Dampfen bringen.”

Die Voraussetzungen könnten besser kaum sein. Es gibt zum einen keine personellen Probleme. Zudem schlug sich die Freude über den vierten Saisonsieg in Sonthofen auch im Training nieder. „Es war deutlich zu spüren, dass die Mannschaft einen zusätzlichen Schub bekommen hat”, berichtet der Coach. „Von Selbstzufriedenheit gibt es aber keine Spur.” Ein weiteres Motivationshoch löste die Nachricht aus, die Außenangreiferin Rita Liliom bekam - sie ist in die Nationalmannschaft ihres Heimatlandes Ungarn berufen worden.

Die Begegnung mit dem Tabellenvierten soll den Gastgeberinnen auch dazu dienen, eingeübte Mechanismen weiter zu festigen. „Wir haben einige Varianten auf Lager. Die gilt es umzusetzen”, sagt Stefan Falter. „Aus der Erprobungsphase sind wir heraus.”

Ob man den eigenen Mindestanspruch realisieren kann, hängt nach Ansicht des Trainers vorrangig davon ab, dass Dresdens 19- jährige Diagonalangreiferin Saskia Hippe weitgehend kontrolliert werden kann. Dass gegen fünf weitere deutsche Nationalspielerinnen und zwei US-Girls Vorsicht geboten ist, versteht sich von selbst. Den „ladies in black” ist zuzutrauen, dass sie eben keine Opfer, sondern vielmehr ernsthafte Gegnerinnen sind.
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