Gefragt: Charakterliche und sportliche Qualität

Von: Max Eckstein
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Und hoch die Hände: Merten Krüger und Zonzon wollen am Mittwochabend mit zwei Siegen über Antwerpen das Achtelfinale im CEV-Pokal erreichen. Foto: Sistemich

Aachen. Eine in dieser Länge nie da gewesene Vorbereitungszeit ist vorbei. Endlich! Für Alemannia Aachens Volleyballerinnen beginnt am heutigen Mittwoch die dritte Saison im bundesdeutschen Oberhaus.

„Da kommt eine Premiere auf uns zu”, geht der Coach ins Detail. „Im ersten Bundesliga-Jahr stieg nur eine Mannschaft ab, im zweiten erwischte es neben Aussteiger´ Bayer Leverkusen eine zweite, und diesmal müssen drei Teams den bitteren Weg in die Zweite Liga gehen. Zu denen wollen wir einfach nicht gehören.”

Obwohl sich etliche Dinge geändert haben, bleibt das Ziel für Cheftrainer Stefan Falter, seinen zehnköpfigen Kader, das rührige Umfeld und die begeisterten Fans unangetastet: der Klassenerhalt!

Konkret bedeutet das: Rang 12 in der 15-er-Liga muss geholt werden. Sollte der VCO Berlin - die nationale Nachwuchs-Auswahl bleibt definitiv erstklassig - einen der Plätze 13, 14 oder 15 belegen, ist sogar Rang 11 erforderlich, um auf der sicheren Seite zu sein. Die Kandidaten, mit denen man es wohl im unteren Drittel zu tun haben wird, sind ausgemacht.

„Es gibt immer wieder Unwägbarkeiten”, weiß Stefan Falter sehr genau. „Wenn man sich aber die gesamte Liga anschaut, dürften Sonthofen, Aufsteiger Erfurt sowie Potsdam oder/und Sinsheim die Kontrahenten sein. Angesichts der erhöhten Absteigerzahl wird im Vergleich zur stressfreien vergangenen Saison diesmal eine ganz andere Qualität im Überlebenskampf´ zu erkennen sein.”

Was das andere Ende der Tabelle angeht, sieht der Trainer der „ladies in black” die vier fast schon üblichen Verdächtigen erneut als Meisterschaftsanwärter - Titelverteidiger Vilsbiburg, Schwerin, Dresden und Hamburg. „Angesichts der Investitionen gehe ich davon aus, dass Stuttgart und Münster auch da oben mitmischen werden”, legt sich Stefan Falter fest. „Das restliche Trio dürfte die Mittelplätze in unserer Drei-Klassen-Gesellschaft unter sich ausmachen.”

Wesentlich ist der eigene Kader

Dann legt Alemannias Coach, der Dienstagmittag mit seinen Schützlingen, unter denen es keine Verletzungen zu beklagen gibt, sowie dem übrigen Tross den Bus bestieg, seinen Fokus schnell auf das Wesentliche - den eigenen Kader. Das hat ein nicht nur wegen der Länge intensives Programm hinter sich. „Die lange Vorbereitung gab uns die Möglichkeit, trotz kolossaler Veränderungen Homogenität zu erzeugen”, sagt Stefan Falter, fügt aber gleich hinzu: „Trainingswissenschaftlich ist so etwas recht schwierig.” Angesichts der WM gab es jedoch keine andere Möglichkeit, als den Start auf einen derart späten Zeitpunkt zu legen.

Bei den „ladies in black” wurde daraus dann eine Tugend gemacht. Die Fluktuation innerhalb des Kaders war groß wie nie zuvor. Acht Spielerinnen (Anika Brinkmann, Mareike Hindriksen, Brynn Maurer, Alexandra Preiß, Anna Rönnbäck, Jennifer Schräder, Esther Stahl, Matilda Wikander) schieden aus. Zu den fünf verbliebenen kamen ebenso viele Neue.

„Wir haben unsere Verpflichtungen frühzeitig getätigt, so dass auch die Teambuilding-Maßnahmen in Angriff genommen werden konnten”, blickt Stefan Falter zurück. „Dabei haben wir auch eine Hierarchie entwickelt, woran Kapitänin Karolina Bednarova großen Anteil hat. Es hat sich einfach bewährt, dass wir bei den Zugängen auch auf charakterliche Qualitäten Wert gelegt haben.”

Ihre sportlichen Qualitäten will die Mannschaft am Mittwoch (Beginn 19 Uhr) unter Beweis stellen. Die weitere Planung sieht dann wie folgt aus: Mit den ersten Punkten in den Bus Richtung Heimat und von da am Wochenende erneut nach Berlin zum Pokalspiel.
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