Düren - Evivos Hoffnungen ruhen auf dem magischen Trio

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Evivos Hoffnungen ruhen auf dem magischen Trio

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
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Er soll die Angreifer weiter wirkungsvoll in Szene setzen: Zuspieler Ilja Wiederschein (vorne) ist die unumstrittene Nummer 1 bei Evivo. Jan Umlauft beendete seine Volleyball-Laufbahn.

Düren. Zu Zeiten Heriberto Queros gab es weibliche Fans von Evivo Düren, die nur wegen des Venezolaners in die Arena Kreis Düren pilgerten. In der kommenden Saison könnte ein Universalspieler aus Kamerun „Hubschrauberto” vergessen machen: „Die Oberschenkel von Quero sind nichts gegen die von Olivier Nongny”, urteilt Michael Overhage.

Der Teammanager von Evivo Düren und Trainer Sven Anton entdeckten den 23-Jährigen im August in Slowenien. Dort hielt Nongny sich mit seiner Nationalmannschaft auf. Des Kameruners Angriffswucht, seine Sprungkraft und seine Beweglichkeit trotz der Muskelmasse begeisterten die Deutschen. „Olivier musst du einfach einen hohen Pass geben, und er haut den Ball über den gegnerischen Block ins Feld”, schwärmt Anton von seinem letzten Zugang.

Den Mann aus Kamerun, den sein deutscher Nationaltrainer Peter Nonnenbroich Dürens Verantwortlichen empfohlen hatte, verpflichtete Evivo auch aus der Vorsorge heraus.

Auf der einen Seite setzt der dreifache Deutsche Vizemeister bei seinem erneuten Umbruch wieder auf junge Spieler: Merten Krüger (19 Jahre, Wuppertal) soll von Routinier Ilja Wiederschein, dem Zuspieler, lernen. Der 20-jährige Petko Tunchev, dessen Vater vor einem Jahrzehnt in Düren spielte, ist auch als hoffnungsvolles Talent aus dem belgischen Waremme gewechselt. Zudem geht die Entwicklung von Felix Isaak und Nicolai Kracht auch noch weiter. Gestandene Zugänge sind Christoph Eichbaum (Annahme/Außen) und Jaromir Zachrich (Mittelblock).

Der spektakulärste Wechsel

Die größten Hoffnungen setzen Sven Anton und Co-Trainer Björn-Arne Alber auf ein Trio: Mittelblocker und Italien-Rückkehrer Stefan Hübner, der spektakulärste Wechsel in die Bundesliga, Michael Olieman und Christian Dünnes. Lastete in der Spielzeit 2009/2010 die ganze Verantwortung im Angriff praktisch alleine auf den Schultern von Dünnes, so sollen in der neuen Saison, die am Samstag mit dem Auswärtsspiel beim CV Mitteldeutschland (Dürrenberg/Spergau) beginnt, der langjährige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft und der Niederländer Dünnes entlasten.

Die Drei, so die Überlegungen der Evivo-Verantwortlichen, sind klar: Dünnes, Olieman und Hübner können im Verbund mit ihren Mitstreitern die Gegner vor unlösbare Probleme stellen. Die Bundesliga-Konkurrenz bestätigt die Gedankengänge: Sie traut Evivo den Einzug ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft zu - allerdings nur, wenn das magische Dreieck über die gesamte Saison auf hohem Niveau agieren kann. Und da tauchen die Fragezeichen auf: Der 35-jährige Stefan Hübner musste wegen Knieproblemen die Weltmeisterschaft absagen.

Diagonalangreifer Michael Olieman, 2007 bester Angreifer in der Champions League, hat wegen seiner Rückenprobleme fast zwei Jahre nicht spielen können. Christian Dünnes wechselt auf die für ihn ungewohnte Position des Annahmespielers. Hält er dort den Aufschlägen der Konkurrenz stand? Und so könnte sich die Verpflichtung des Universalspielers aus Kamerun als goldrichtig erweisen.
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