Evivo verliert nach starkem Beginn 2:3 in Leipzig

Von: Franz Sistemich
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Dürens Heriberto Quero, Felix Isaak und Niklas Rademacher blocken den Schmetterball von Leipzigs Hannes Höpfner. Foto: Wolfgang Zeyen/LVZ

Düren. „Wir hätten uns heute zehn Prozent mehr Selbstvertrauen für die Play-off-Runde holen können”, ärgerte sich Sven Anton am gestrigen Abend. Des Trainers Frust war verständlich: Evivo verlor beim VC Leipzig 2:3 (25:14, 22:25, 27:25, 25:20, 12:15).

„Waren wir im ersten Abschnitt zu dominant?”, fragte sich der enttäuschte Coach. Im ersten der fünf Sätze spielte Düren auf wie ein Team, das im Schnelldurchgang gewinnen will. Alles lief wie am Schnürchen. Heriberto Quero war von keinem Block zu stoppen, Felix Isaak ließ mit seinen Flatteraufschlägen Leipzigs Annahme schlecht aussehen. Das 25:14 war Ausdruck der Überlegenheit.

Doch der erste Satz beflügelte Evivo nicht. Die Hausherren, die als Absteiger feststehen und sich kurz vor der Insolvenz befinden, schienen von Quero, Isaak und Malte Holschen, von Niklas Rademacher, Sven Dick und Sebastian Kühner sowie Jeff Weiler aus dem Tiefschlaf geweckt worden zu sein. Düren dagegen, befand der Coach, „pennte phasenweise”.

Im dritten Satz wogte das Geschehen hin und her, Düren besaß den ersten Satzball. Evivo hätte auch mit dem zweiten Satzball 2:1 in Führung gehen können. Doch Leipzig war effektiver: Satzball 1 reichte zum Satzgewinn (27:25). „Im dritten Satz haben wir uns eine komplette Auszeit genommen”, konstatierte Anton. Irritieren ließ sich Evivo aber scheinbar nicht. Die Gäste setzten sich in Satz 4 auf 20:17 ab und glichen mit dem 25:20 zum 2:2 aus.

Vielleicht hatten die Anton-Schützlinge sich des Trainers Auftritt am Tag zuvor zu Eigen gemacht. Denn fünf Sätze spielte der Coach mit der Regionalliga-Reserve. 3:2 gewann die und sicherte sich ein weiteres Jahr Ligazugehörigkeit. Doch anders als der Coach entschieden die Akteure das Geschehen in Sachsen nicht für sich.

Schnell gerieten sie im Tiebreak 0:4 in Rückstand, kamen noch einmal auf 11:13 heran, doch weil zwei Aufgaben im Aus landeten, gingen Satz und Partie verloren. Des Trainers finaler Kommentar: „Unsere Personalprobleme lasse ich nicht gelten. Nach dieser Partie müssen wir uns im letzten Spiel gegen Eltmann Selbstvertrauen vor den Play-offs holen. Und das wird schwer genug.”
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