Europameister greift Weltmeister mit „Showstars – Rise and Shine“ an

Von: Helga Raue
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Mondäner Auftritt: FG-Kapitän Torben Bölk und Nicole Güttler in „Showstars – Rise and Shine“. Foto: Jürgen Karl

Aachen. Es ist der ganz große Auftritt: Die Dame steht auf den Männern, wird von zweien über die Arme der anderen Tänzer aufs Parkett hinuntergeleitet – ganz so, wie auf den großen Showbühnen etwa in Las Vegas. Ganz so wie ein großer Star. Doch der Weg dahin ist steinig und schwer, bedeutet harte Arbeit.

Die meisten scheitern, andere müssen immer wieder Rückschläge einstecken, und nur die wenigsten werden zu echten Stars. All jene Facetten und den Willen, ein Mal die Vorstellung seines Lebens auf der großen Bühne zu präsentieren, zaubert die Lateinformation der FG Tanzsportzentrum Aachen/TD TSC Düsseldorf Rot-Weiß in ihrer neuen Choreographie „Showstars – Rise an Shine“ aufs Parkett.

Ein halbes Jahr Vorbereitung

Ein gutes halbes Jahr lang feilte das Team um FG-Cheftrainer Oliver Seefeldt, Valentin Lusin und Rico Grein an der neuen Choreographie. Und am Samstag kommt die Stunde der Wahrheit – bei der DM in Ludwigsburg stellen sich die Tänzer erstmals den Wertungsrichtern. An Spannung ist die DM kaum zu überbieten:

Der Europameister Aachen/Düsseldorf fordert Weltmeister und Titelverteidiger GGC Bremen, den man im Mai schlug, heraus – und die beiden Top-Teams präsentieren jeweils neue Choreographien. Bremen tanzt „Westside Story“, eine etwas überraschende Themenwahl des sonst so betont innovativen GGC-Trainers Roberto Albanese, denn schon in den 90er Jahren vertanzten zahlreiche Formationen das Bernstein-Musical. Doch auch der letztjährige DM-Dritte, die TSG Velbert/Krefeld, darf nicht außer Acht gelassen werden, hat sie doch mit „Opus“ bereits eine „eingespielte“ Choreographie.

Die Aachener reisen am Freitagmorgen mit einem guten Gefühl nach Ludwigsburg, bei der Welttanz-Gala in Baden-Baden am vergangenen Wochenende gab es viel Applaus für ihre Vorstellung. „Das war absolut aufregend. Erstmals haben wir ,Showstars‘ komplett mit den neuen Klamotten präsentiert“, war Seefeldt recht angetan von dem Durchgang auf dem sehr kleinen Parkett. Schon beim ersten Lied stiegen die Zuschauer rhythmisch klatschend ein, nachher gab es viele Komplimente. „Viele haben gesagt, das wäre ein tolles Thema und eine tolle Musik“, freut sich Seefeldt, der wie immer für das Konzept verantwortlich zeichnet.

Musikalisch hat er in die ganz große Kiste gegriffen – top zum Thema passend. Verarbeitet wurden u. a. Songs von Shirley Bassey (The greatest Performance of My Life; This is my life), Nicole Kidman (One day I‘ll fly away) oder Cher (Welcome to Burlesque), die Musiker und Sänger des Theater Aachens einspielten bzw. -sangen. Herausgekommen sind sechs musikalische Minuten, die Gänsehaut verursachen.

Natürlich ist auch die Choreographie entsprechend, lässt keine Schwierigkeit aus: Wie etwa die erste Pirouette auf Jive-Tempo, bei der zuerst vier langsame Drehungen in acht mit doppeltem Tempo übergehen, oder das wandernde Roundabout, das sich aus zwei parallelen Reihen zu einer Achter-Reihe entwickelt – wenn hier nicht alles passt, sieht man jede Ungenauigkeit.

„Viel schwerer geht es nicht“, verdeutlich Seefeldt, der mit der FG längst seinen eigenen Stil gefunden hat. Die Choreographie ist gespickt mit technischen Herausforderungen und neuartigen Bildentwicklungen. Ein hohes Tempo über die komplette Durchgangsdauer erfordert ein Höchstmaß an Konzentration und Präzision.

Auch die Kleider sind passend zum Thema ganz großes Kino: Die FG-Frauen tanzen in Schwarz, wobei eine Hälfte des Oberteils über und über mit buntem Strass besetzt ist und das Outfit mit einer fast bodenlangen schwarzen Straußen-Feder endet. Die Männer tragen strassbesetzte weiße Oberteile, die im Licht funkeln, zu reich verzierten schwarzen Hosen.

Nach der EM im Mai hatten vier FG-Tänzer ihre Karriere beendet. „Die neuen Tänzer haben sich sehr gut integriert, teilweise gehörten sie ja zuvor schon als Ersatz zum Team“, ist Seefeldt zufrieden. Die DM wird spannend, natürlich will die FG als letztjähriger DM-Zweiter und Europameister angreifen. „Wir wollen angreifen – dazu hat man als Zweiter ja die Verpflichtung“, formuliert es Seefeldt augenzwinkernd. Zudem muss die FG noch das Ticket für die Weltmeisterschaft am 6. Dezember in Bremen lösen – und dazu muss sie den Titel holen oder zumindest Zweite hinter den als Bundesliga-Siegern bereits qualifizierten Bremern werden.

Die DM wird nicht im Fernsehen übertragen, wohl aber gibt es einen Live-Stream im Internet unter www.multibc.tv/DTV/, der um 14 Uhr startet. Wer die FG-Lateinformation live erleben möchte, sollte sich den 21. Februar 2015 vormerken: Dann findet das Bundesliga-Turnier in der Arena Kreis Düren statt.

Lateinformation der FG Aachen/Düsseldorf: Nicole Güttler/Torben Bölk, Madita Danek/Erik Soeterboek, Nicole Rosendahl/Stefan Korfmacher, Ines Behrendt/Julian Bruns, Jennifer Greve/Fabian Kelleners, Nina Johanning/Niklas Freche, Julia Franken/Felix Meurer, Sabine Held/Christian Marx, Keshia Christ/Kevin Chwalek, Susanne Greven/Michael Leupold.

Trainerteam: Oliver Seefeldt, Valentin Lusin, Rico Grein.

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