Erneut ein effizienter Sieg von Borussia Mönchengladbach

Von: Heribert Förster
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Gladbach
Borussia Mönchengladbach hat sich in der Fußball-Bundesliga einmal mehr als Meister der Effizienz erwiesen. Foto: dpa

Mönchengladbach. Hannover 96, Mainz 05 und der Hamburger SV hatten am Dienstag vorgelegt, Borussia Mönchengladbach zog nach. 17 Punkte hatten diese vier Teams vor dem 14. Spieltag, nach dieser Runde stehen diese vier Klubs bei jeweils 20 Zählern. Die Mannschaft von Lucien Favre besiegte den zuletzt gut und erfolgreich aufspielenden VfL Wolfsburg mit 2:0 (2:0).

Drei wichtige Punkte, speziell beim Restprogramm 2012 mit den Spielen in Schalke und München sowie gegen Mainz.

„Effizienz“ ist längst eines der Lieblingswörter von Borussias Trainer Lucien Favre, und dass der Schweizer bei seiner Mannschaft Gehör findet, dafür waren die ersten 45 Minuten der Partie am Mittwoch ein Musterbeispiel. Drei Chancen, zwei Tore, in der Offensive war die Borussia nahe an einer hundertprozentigen Treffsicherheit. Zumal Havard Nordtveits Freistoß aus über 35 Metern zwar nur mit Mühe von Diego Benaglio im Wolfsburger Tor entschärft werden konnte (42.), aber nur mit viel Wohlwollen der Kategorie der echten Chancen zugerechnet werden kann.

Davon hatte auch der Gast nur wenige, die Wolfsburger spielten zwar gefällig, das Bällchen lief auch gut durch die Reihen, doch trotz gefühlten 70 Prozent Ballbesitzes gab es nur wenige brenzlige Situationen vor dem Tor des wieder sicher und souverän agierenden Marc-André ter Stegen. Einen Schuss des agilen Diego parierte der zuletzt mehrfach patzende Torwart sicher (36.), ein fein getretener Freistoß des Brasilianers flog knapp am Tor vorbei (38.). Und als das einzige Mal so richtig Unordnung im Borussen-Strafraum zu beobachten war (45.), flog der Ball am Tor vorbei.

Auf der Gegenseite lag er zwei Mal im Netz. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass Juan Arango in der Liga der beste Linksfuß ist, dieser Beweis wurde in der 11. Minute geliefert, als im noch nur murrenden Stadion wegen der Schweigeaktion der Fans (mehr dazu 3. Sportseite) der Venezolaner einen 60-Meter-Diagonalpass des starken Nordtveit volley vom Strafraumeck ins Tor zirkelte. Einmal mehr ein spektakulärer Treffer der Gladbacher Nr. 18.

Jantschkes erstes Saisontor

Auch beim 2:0 war der 32-Jährige beteiligt. Nordtveits Eckball, der erster der Borussia im Spiel, verlängerte Wolfsburgs Hasebe, bedrängt von Arango, zum freistehenden Tony Jantschke, der den Ball aus kurzer Distanz unter die Latte drosch (44.). Das erste Saisontor des Verteidigers und Borussias elfter Treffer nach einer Standardsituaton – Bestwert in der Liga. Effizient eben. Wie auch die Abwehrarbeit, denn trotz der Wolfsburger Feldüberlegenheit ließ die Borussia nur wenige Möglichkeiten zu. Der Defensiv-Verbund arbeitete gut, verschob prima und stand auch wieder höher als zuletzt.

Nach dem Wechsel wurde es richtig brisant, die 40165 Zuschauer sahen nun ein flottes, abwechslungsreiches Spiel. Die Gäste hatten weiter mehr Spielanteile, riskierten mehr. Das gab Platz für die Borussia, doch nach einem feinen Konter bekam Patrick Herrmann den Ball nach Lukas Rupps Pass nicht unter Kontrolle (49.), dann parierte Benaglio Nordtveits Gewaltschuss (51.) ebenso wie Rupps Versuch (53.). Dazwischen hatte die Borussia allerdings viel Glück, als Bas Dosts Kopfball nur Zentimeter neben dem Pfosten ins Aus fiel. Da blieb auch ter Stegen nichts als ein staunender Blick.

Nach diesen furiosen Anfangsminuten litt die Partie unter Borussias schnellen Ballverlusten einerseits, andererseits waren auch die Versuche der Gäste nicht genau genug. Der „in der Luft“ liegende Anschlusstreffer wollte aber nicht fallen, auch wenn die Gäste Pech hatten, als Dost den Ball nur an den Außenpfosten im wahrsten Wortsinn knallte (78.). Die Borussia kämpfte leidenschaftlich und durfte sich am Ende über einen Sieg der Effizienz freuen. Ganz im Favre‘schen Sinne.

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