Die Hertha geht mit einem neuen Trainer-Duo in Liga 2

Von: Heribert Förster
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Geht wieder für die Hertha au
Geht wieder für die Hertha auf die Matte: Patrick Haas (links) kommt als Trainer und Kämpfer nach Walheim zurück. Foto: Wolfgang Birkenstock

Walheim. Für Judo-Verhältnisse war es ein richtig gutes Angebot, das Max Strote von einem Bundesligisten auf den Tisch flatterte. Vier-, fünftausend Euro im Jahr hätte das große Talent in der Klasse bis 90 Kilogramm glatt verdienen können, doch der diesjährige Teilnehmer der U 20-WM erlag der Versuchung nicht.

„Ich bin kein Söldner, ich bleibe, weil ich Spaß haben will”, sagte Strote zu Frank Heynen.

Dieses Gespräch gibt ziemlich gut wieder, warum der TSV Hertha Walheim auch nach dem Abstieg aus der Bundesliga keinen großen Aderlass hinnehmen muss. Im Verein stimmt es, und so werden die großen Talente um Max Baczak, Lars Entgens, Max Strote oder den drei Westerkamps Max, Robert und Arthur auch in der Zweitliga-Saison 2012 für die Walheimer auf die Matte gehen.

Eine junge, hoch talentierte Formation mit Leuten aus der Region, „das bringt uns hoffentlich auch viele Zuschauer”, sagt Frank Heynen, der zusammen mit Patrick Haas das Traineramt von Steffen Krüger und Stefan Krause übernehmen wird. Der Grund ist simpel: Da viele Kämpfer aus Aachen bzw. der Städteregion stammen, sollten auch Trainer aus der Heimat ständig vor Ort sein. Was der Kölner Krüger und der Langenfelder Krause nicht sind. „Ich sehe die Lösung als ideal an”, sagt Krüger, der genau wie Krause der Hertha als Kämpfer erhalten bleibt. Auch wenn die Kommunikation nicht immer optimal verlief bei der Neustrukturierung, jetzt können alle sehr gut mit der Lösung leben.

„Wir ergänzen uns sehr gut”, sagt Frank Heynen über seinen gleichberechtigten Kollegen Patrick Haas, der nach einem Jahr bei Bayer Leverkusen wieder für „seine” Hertha aktiv sein wird - als Trainer und als Kämpfer.

Auch wenn noch reichlich Zeit bis zum Meldeschluss im Februar 2012 ist, zeichnet sich ab, dass die Walheimer eine schlagkräftige Formation in die neun Liga-Kämpfe schicken werden. Denn dank der guten Beziehungen ins Nachbarland wechseln einige belgische Talente zur Hertha, darunter der WM-Teilnehmer (U 20) Jeremy Bonni (Klasse - 66 kg). Frank Heynen freut sich schon auf die 2. Liga. Das Ziel ist klar: Die jungen Kämpfer so weiterentwickeln, dass man in zwei, drei Jahren wieder den Bundesliga-Aufstieg anpeilen kann. Spätestens, denn, so Heynen, „wenn es früher passiert, nehmen wir es auch mit.”
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