Köln - Der 1. FC Köln stürmt in die Bundesliga!

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Der 1. FC Köln stürmt in die Bundesliga!

Von: Günter Kirschbaum
Letzte Aktualisierung:
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Drunter und drüber: Marcel Risse (oben) & Co. steigen schon mal in die FC-Aufstiegsfeierlichkeiten ein.

Köln. Es war alles angerichtet für die große Aufstiegsparty. Der fünfte Aufstieg in die nationale Eliteliga war für Ostermontag terminiert. Nur noch ein Sieg gegen den VfL Bochum fehlte dem Zweitliga-Spitzenreiter 1. FC Köln, um eine ganze Region in den Ausnahmezustand zu versetzen. Und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Durch den 3:1 (0:1)-Erfolg über das Team von Trainer Peter Neururer sicherte sich der FC schon vor den letzten drei Spieltagen die Meisterschaft und den Aufstieg.

Mit dem Schlusspfiff begann eine wahre Jubelorgie. Eine Kölner Brauerei installierte im Innenbereich eine mobile Theke. Am Rhein floss das Bier in Strömen. Die Spieler feierten mit Kölsch und den Zuschauern. Sie waren am Ziel. Und der Aufstieg ist verdient. Seit dem achten Spieltag standen die Kölner ununterbrochen auf einem der ersten beiden Tabellenränge.

Schnell war den 50.000 Zuschauern im ausverkauften Rheinenergiestadion klar, dass Peter Neururer seinen VfL nicht nur zum Gratulieren an den Rhein geschickt hatte. Die Blauen, die dem FC schon in der Hinrunde eine von drei Saisonniederlagen beigebracht hatten, traten engagiert auf und hatten nach vier Minuten die erste gute Torchance. Doch der Winkel war für Richard Sukuta-Pasu wohl doch etwas zu ungünstig. Er schoss knapp am langen Eck vorbei.

Doch das sollte für lange Zeit das einzige Lebenszeichen der Bochumer Zeit. Denn es begann eine starke Phase der Kölner. Stögers Mannschaft marschierte nach vorne, spielte schnell und selbst wenn in der einen oder anderen Szene die Präzision fehlte, wurde es gefährlich vor Andreas Luthe. Doch der VfL-Keeper behielt gegen Patrick Helmes (18.), Daniel Halfar (23.) und Kazuki Nagasawa (27.) das bessere Ende für sich. Und zwischenzeitlich hatte sich Schiedsrichter Guido Winkmann (Kerken) dazu entschieden, nach einem Zweikampf zwischen Patrick Fabian und Nagasawa im Strafraum, bei dem der FC-Japaner zu Fall kam, keinen Strafstoß für den FC zu pfeifen (21.).

Gegen Ende der ersten Halbzeit konnten die Bochumer das Geschehen wieder etwas weiter von ihrem Tor fernhalten. Die erste Kölner Angriffswelle hatten die Gäste unbeschadet überstanden. Der FC, der zwar weiterhin großen Aufwand betrieb, leistete sich doch den einen oder anderen Fehlpass im Spielaufbau, und so verloren die Angriffsbemühungen der Hausherren zwischenzeitlich doch an Wucht.

In der 41. Minute hatte Köln eine Schrecksekunde zu überstehen. Nach einer Flanke von Slawomir Freier klatschte Yusuke Tasakas Kopfball an den Pfosten. 60 Sekunden später war es aber so weit. Danny Latza brachte das Spielgerät hinter Timo Horn zum Bochumer 1:0 unter und traf den FC-Anhang mitten ins Herz. Der grenzenlose Optimismus, dass der Spitzenreiter am Ostermontag die Erstklassigkeit endgültig bucht, war einem ängstlichen Zittern gewichen.

Zur zweiten Halbzeit stellte Stöger das 4-2-3-1-System auf ein 4-1-4-1 um. Marcel Risse spiele nun für den Wackelkandidaten Adam Matuschyk. Und diese Änderung zeigte schnell Wirkung. Mit einem trockenen Rechtsschuss ins linke untere Ecke traf Risse in der 50. Minute zum 1:1 und brachte die Euphorie ins Stadion zurück. Fünf Minuten später zwang Risse Keeper Luthe zur nächsten Rettungstat. Der FC hatte die Partie von Minute zu Minute besser im Griff.

Doch erst eine krasse Fehlentscheidung brachte den FC endgültig auf die Siegerstraße. Nachdem Jonas Acquistapace gegen Helmes im Strafraum regelrecht klärte, zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt und Rot gegen den Bochumer. Helmes scheiterte zunächst an Luthe, doch der Nachschuss aus spitzem Winkel saß – 2:1 (64.). Den Sack endgültig zu machte der eingewechselte Anthony Ujah, der in der 81. Minute zum 3:1 traf. Das war gleichzeitig der Startschuss zu den Feierlichkeiten. Die restlichen Minuten waren FC-Schaulaufen. Die Party begann schon vor dem Schlusspfiff.

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