Minden - Brand hofft bis zur WM auf Hens und Kraus

Brand hofft bis zur WM auf Hens und Kraus

Von: Martin Kloth, dpa
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Minden. Neues Jahr, alte Sorgen: Wenn Bundestrainer Heiner Brand knapp zwei Wochen vor der Handball-Weltmeisterschaft in Kroatien auf seinen Kader blickt, schwankt er zwischen Hoffen und Bangen.

Denn zum Auftakt der WM-Vorbereitung fehlten in Michael Kraus, Pascal Hens und Oliver Roggisch wieder gleich drei Schlüsselfiguren im Spiel des Weltmeisters. „Wenn man sich unsere erste Sechs angesehen hat, dann war da nicht mehr viel von der Weltmeister-Mannschaft zu sehen. Wir brauchen die Leute aber, um ein hohes Niveau spielen zu können”, konstatierte der Bundestrainer nach dem mühevollen 31:28-Erfolg am Samstag in Minden gegen Griechenland.

Während Abwehrchef Roggisch von den Rhein-Neckar Löwen nur wegen eines grippalen Infekts pausierte und schon bald wieder auf dem Damm sein wird, sorgte sich Brand um den WM-Einsatz von Hens und Kraus. „Ich will mich nicht damit abgeben, dass sie für die WM ausfallen könnten”, sagte der Bundestrainer. Hens plagt sich immer noch mit den Nachwirkungen seiner beim olympischen Turnier Mitte August in Peking erlittenen Schienbeinkopffraktur, wegen der der Rückraumspieler drei Monate lang ausgefallen war. Und Spielmacher Kraus hat seit Ende November wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel kein Spiel mehr bestritten. „Wenn die beiden dabei sein, sind wir wesentlich besser”, befand Kapitän Holger Glandorf (Nordhorn).

Der Lemgoer Kraus soll beim Vier-Nationen-Turnier am kommenden Wochenende im spanischen Algeciras gegen Portugal, Argentinien und Ex-Weltmeister Spanien wieder zum Einsatz kommen. „Das ist so geplant. Er braucht noch handballspezifisches Training. Wir müssen ihn langsam an das Spielniveau heranführen. Ich möchte abwarten, bis er auch im Kopf wieder richtig frei ist von der Verletzung”, erklärte der Bundestrainer. Gerade in spielentscheidenden Phasen wurde Kraus sowohl bei den Vergleichen Ende vorigen Jahres gegen den Olympia-Zweiten Island (33:33, 29:30) als auch gegen Griechenland vermisst. „Da hat man gesehen, dass man einen braucht, der Platz schaffen kann mit seiner Dynamik”, urteilte Brand.

Ernster scheint die Lage bei Hens zu sein. „Bei Pascal muss ich mit der medizinischen Abteilung reden”, sagte der Bundestrainer. Zwar hatte der Pommes genannte Rückraumspieler sein Comeback in der Bundesliga bereits am 16. November gegeben. Doch zuletzt war wieder von Schmerzen in den Knien berichtet worden. „Er ist im Prinzip auch noch in Rehabilitationsmaßnahmen”, erläuterte Brand. Hens unterzieht sich weiter einer Intensivtherapie. Daher rechnet der Bundestrainer damit, dass der 2,03-Meter-Mann auch in naher Zukunft nicht in bester Verfassung ist. „Wir müssen bei ihm Abstriche machen”, meinte Brand und fügte zuversichtlich an: „Ich gehe davon aus, dass er bei der WM voll einsatzfähig ist.”
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