Blau-Weiß Aachen: Mit Spaß zum erhofften Klassenerhalt

Von: Wilhelm Peters
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Ist sich sicher, dass Amberg geschlagen werden kann: Aachens Nummer 1 Veronika Kapshay, die in ihren bislang vier Einzeln und Doppeln je zwei Siege und zwei Niederlagen auf dem Konto hat. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Es wäre ein Traum, der wahr würde, wenn wir den Klassenerhalt schaffen“, spricht Steffi Fritschi noch im Konjunktiv, der bekanntlich ja nun nicht die Wirklichkeit darstellt. Nun gilt es, am letzten Doppelspieltag der Tennis-Bundesliga nach bislang einem Sieg, die „Profi-Liga mit Top-Leuten“ (Fritschi) zu halten.

Vor dem „Finale“ am kommenden Sonntag beim TC Moers geht es für das Aachener Team um das Trainer-Ehepaar Steffi und Thilo Fritschi am heutigen Freitag als Gast des TC Amberg am Schanzl um einen weiteren Sieg, um dem Traum zumindest ein gutes Stück näherzukommen. Denn möglicherweise reichen bei zwei Absteigern dank der Tabellenkonstellation auch zwei Erfolge noch nicht, um ein weiteres Jahr in der höchsten deutschen Klasse zu spielen. Amberg (2:8 Punkte) hat eine Begegnung mehr als Aachen und steht am Freitag somit letztmals auf den Courts. Eine Niederlage hieße Abstieg. Aachen (2:6) hat Sonntag in Moers (4:6) die letzte Chance, „drin“ zu bleiben.

Der Abstieg wäre für Blau-Weiß Aachen zwar kein Beinbruch, der rührige Aachener Klub hätte aber durchaus nichts dagegen, den Fans auch nächstes Jahr erstklassiges Tennis zu bieten. Thilo Fritschi: „Egal, was in Amberg passiert, wir haben auch danach noch die Chance auf den Klassenerhalt.“ Fritschis Rat: „Demütig bleiben, Lockerheit und Spaß beibehalten.“

Veronika Kapshay, heute wieder Aachens Nummer 1, fasst die Situation so zusammen: „Wir haben die Chance, die Klasse zu halten. Und wir haben mit dem 5:4 in Stuttgart gezeigt, dass wir in der Liga angekommen sind. Wir können Amberg schlagen. Natürlich!“

Die Entwicklung der Mannschaft im Laufe der Saison zeigt, dass sich Blau-Weiß als Neuling inzwischen in der Erstklassigkeit etabliert hat. Steffi Fritschi: „Wir haben ja ein super junges Team. Die Mädels haben von Spiel zu Spiel dazu gelernt, den Respekt verloren und sind immer besser geworden.“ So nahmen nur das Aachener Team und zuvor Stuttgart Meister Bocholt, der in Aachen 6:3 gewann, drei Spiele ab.

Die weiteren Begegnungen gewann das mit Ratingen stärkste Team der Liga 8:1 und 7:2. „Bocholt , das war ein tolles Erlebnis“, schwärmt Steffi Fritschi: „Ein gutes Gefühl für die Mädels und uns, wenn dir trotz eines 3:6 die Menschen gratulieren und für einen tollen Tag danken.“

Einen Vorteil sieht die Aachener Trainerin darin, „dass wir immer mit demselben Team antreten, wogegen andere Klubs ständig wechseln, weil verschiedene Spielerinnen auf WTA-Tour sind. Der Teamgeist ist riesig bei uns“.

Es ist nicht ganz selbstverständlich, wenn eine Veronika Kapshay, die 26-jährige Ukrainerin aus Lemberg, schon heute sagt: „Egal, was passiert, ich spiele auch nächste Saison für Blau-Weiß, ob in der ersten oder zweiten Liga. Hier zu spielen, ist viel mehr als nur ein Job. Die Mannschaft, die Atmosphäre, der Klub – das ist eine Lebensart, sehr relaxed, sehr familiär.“

Und relaxed will Blau-Weiß am Freitag auch in Amberg auftreten. „Niemand soll daran denken, was wäre, wenn...“, sagt Steffi Fritschi. „Das führt zum Verkrampfen, man bekommt nur einen ,Eisenarm‘.“ Also locker bleiben. Damit aus dem Konjunktiv der Indikativ, die Wirklichkeit, wird.

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