Aachen - Bednarova: „Wir werden alles raushauen“

Bednarova: „Wir werden alles raushauen“

Von: Christoph Pauli
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Halt! Karolina Bednarova will mit den Aachener Ladies in Black Samstag die Gäste aus Dresden im Halbfinale der Deutschen Volleyball-Meisterschaft stoppen. Foto: sport/Andreas Steindl

Aachen. Einerseits war dieses Hinspiel gegen den Dresdner SC ein Erfolg: Die „Ladies in Black“ spürten, dass sie gegen den großen Kontrahenten gewinnen können. Im Liga-Alltag gab es zwei deutliche 0:3-Niederlagen. Im ersten Halbfinale in Sachsen war es nahezu ein Duell auf Augenhöhe.

Der krasse Außenseiter verlor nur 1:3 beim besten Team der Vorrunde. Andererseits verschärft dieses 1:3 die Lage, denn die Ladies müssen am Samstag, 19 Uhr, siegen, um ein drittes Spiel zu erzwingen. Karolina Bednarova ist das Gesicht der Mannschaft. Vor dem (bislang) wichtigsten Spiel der Saison spricht die Kapitänin über . . .

 

. . . die Ausgangslage: Uns ist es egal, wie das erste Spiel gelaufen ist. Wichtig ist: Wir haben ein Heimspiel.

. . . die prozentualen Chancen: 50:50.

. . . die restliche Power: Nach den vielen Reisen und Belastungen haben wir natürlich nicht mehr solche Reserven wie am Saisonbeginn. Das taugt aber nicht als Ausrede, weil es derzeit für alle Mannschaften gilt. Auch Dresden hat viele Verletzte und fast nur mit sieben Spielerinnen durchgespielt.

. . . den Verbesserungsplan: Am Montag haben wir die Fehler analysiert. Der Angriff nach der Annahme ist ausbaufähig. Und in der Abwehr gibt es viele Details, an denen wir gearbeitet haben, da hatte Dresden Vorteile. Das sind die Schwerpunkte in dieser Woche.

. . . die Vorbereitung in dieser Woche: Alle Teams sind in dieser Saisonphase angeschlagen und müde, deswegen wird noch mehr Konzentration eingefordert. Wir haben noch einmal das Training forciert, jeden Tag mindestens eine Einheit, plus Videoschulung. Das ist eben Profi-Sport. Es beklagt sich keiner, dafür leben wir.

. . . den eigenen Anspruch: Wir möchten mehr als 100 Prozent geben. Wir werden in dieses Spiel gehen, als sei es das letzte. Dresden ist sehr, sehr stark, aber nicht unschlagbar.

. . . die eigene Stärke: Unser nie endender Kampfgeist!

. . . die letzten Minuten in der Kabine: Marek Roijko geht noch einmal die Aufgaben durch, spricht über unsere Strategie, dann gibt es noch die letzte Motivation.

. . . die Lautstärke in der ausverkauften Halle: Es wird vergleichbar sein, auch wenn in Dresden knapp 3000 Zuschauer waren. Wir haben die kleinste, aber auch die lauteste Halle in der Bundesliga. Wir wissen, dass 1300 Leute nur für uns kommen, sie wollen uns siegen sehen. Das gibt den letzten Kick, wir wollen etwas zurückgeben von der Begeisterung.

. . . Gänsehaut: Die gibt es noch immer bei jedem Spiel. Sie stellt sich intensiv zwei Stunden vor dem Spiel ein, wenn wir ankommen und dutzende Fans vor der Halle warten. Das ist einzigartig. Das habe ich noch in keiner Halle, nicht nur in Deutschland, erlebt.

. . . diese Saison: Die Ladies haben alle überrascht, auch sich selbst. Der Wunsch war da, aber dass wir so weit kommen, war nicht absehbar. Die Vorbereitung war schon gut, und nach dem Auftaktsieg in Stuttgart haben wir sofort gespürt: Da geht was in dieser Saison.

. . . die Entwicklung des Volleyball-Standorts Aachen: Hier steht der Volleyball-Tempel, und das hat die ganze Liga in den letzten Monaten erfahren.

. . . den kommenden Meister: Aachen oder Dresden.

. . . das drohende Saisonende: Es gibt Schlimmeres, als gegen starke Dresdnerinnen zu verlieren. Wir werden uns dagegen stemmen.

. . . eine mögliche Ehrung am Samstag als Dritter der Deutschen Meisterschaft: Der einzige Trost wäre, dass wir die Plaketten vor unseren Fans erhalten würden.

. . . eine Mannschaft, die nach der Saison verändert wird: Das wird passieren, trotz der Erfolge. Es wäre schön, wenn wir zusammenblieben, aber so ist der Sport. Ich jedenfalls bleibe hier.

. . . Pläne für den Ostersonntag: Ausschlafen und erholen. Am Samstag werden wir alles raushauen, es wird einen großen Kampf geben.

. . . Pläne für die Zeit nach den tollen Tagen: Ich werde mich bei Mama in Liberec erholen, aber die muss hoffentlich noch etwas warten . . .

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