Alemannias Präsident geht still von Bord

Von: pa/red
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Aachen. Die Gremien sind bereits informiert, als letzte Amtshandlung wird Meino Heyen am Donnerstag den vorläufigen Sachwalter Rolf-Dieter Mönning und den Interims-Geschäftsführer Michael Mönig begrüßen. Heyen gibt seine Ämter als Vorsitzender des Aufsichtsrats und als Präsident auf. Ohnehin hatte er seinen zeitnahen Rückzug angemeldet, zuletzt wollte er nur noch bleiben, bis die Sanierung des Drittligisten konkreter wurde.

Die Weichen für das Projekt wurden am Mittwoch im vorläufigen Gläubigerausschuss gestellt. Die Runde folgte dem Vorschlag von Michael Mönig, der seit drei Wochen Alemannias Restrukturierungsbeauftragter ist und einigte sich auf Rolf-Dieter Mönning. Die Stadt wollte sich – so war zu hören – bei der Personalie enthalten. Die Kommune hat leichte Bauchschmerzen wegen der Bestellung des renommierten Insolvenzverwalters aus Aachen. Der war vor über zwei Jahren in den Verwaltungsrat des Klubs gewählt worden, hatte dann aber verärgert verzichtet, weil der damalige Oberbürgermeister Jürgen Linden keine Mehrheit für ein Mandat bekam.

Jetzt übernehmen Mönning & Mönig die Amtsgeschäfte beim Klub. Das Duo hat schon bei anderen Gelegenheiten erfolgreich zusammengearbeitet. Mönig wird auf Wunsch des Aufsichtsrats vorübergehend Geschäftsführer. Er ist somit als Eigenverwalter für den Geschäfts- und Spielbetrieb verantwortlich. „Es ist schon erstaunlich, wie viel Zustimmung wir in den vergangenen Tagen von Fans und Sponsoren erhalten haben. Das motiviert und zeigt, dass die Alemannia realistische Chancen hat, sich über ein Insolvenzplanverfahren zu sanieren und dann starten zu können“, sagte Mönig nach der Auftaktveranstaltung.

Heyen geht still von Bord. Der Funktionär, der mit großzügigen Spenden dem Verein zuletzt immer wieder neues Leben einhauchte, stellteam Mittwochabend fest: „Das war nicht der Ausstieg, den ich mir gewünscht hatte.“ Heyen wird seit langem seine große Fürsprache für Ex-Geschäftsführer Frithjof Kraemer vorgehalten, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen Insolvenzverschleppung und Betrugs ermittelt.

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