Aachen - Alemannias Bundesliga-Frauen beim 0:3 gegen Dresden ohne Chance

Alemannias Bundesliga-Frauen beim 0:3 gegen Dresden ohne Chance

Von: Max Eckstein
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Hier gegen Saskia Hippe (Dresden/vorne) für Alemannia, bald in der schwedischen Nationalmannschaft aktiv: Matilda Wikander (Mitte). Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. „Ans Dampfen bringen” wollte man den Europacup- und deutschen Pokalsieger. Unter dem Strich stand ein ernüchterndes 0:3 (23:25, 17:25, 16:25) für Alemannia Aachens Bundesliga-Volleyballerinnen gegen den Dresdner SC.

Im ersten Durchgang begegneten sich die Kontrahenten auf Augenhöhe. Bald stellte sich allerdings heraus, dass hauptsächlich Unzulänglichkeiten - zum Beispiel sieben Aufschlagfehler - bei den Sächsinnen entscheidend dafür gewesen waren. In den Sätzen 2 und 3 gab es dann durch die Bank „Einbahnstraßen-Volleyball”.

„Wenn eine Mannschaft von den Aufschlägen abhängig ist, dann sind wir das”, analysierte Trainer Stefan Falter an seinem 45. Geburtstag. „Das gilt ebenso für die Aufschläge des Gegners. Entmutigen wird uns das aber keineswegs - am nächsten Samstag unternehmen wir gegen die starken Wiesbadenerinnen einen weiteren Anlauf.” Zunächst richtet sich der Fokus von Trainerstab und Mannschaft aber auf die Partie am Mittwoch beim SV Sinsheim. Will man den Funken Hoffnung, den avisierten zehnten Tabellenplatz doch noch zu erreichen, am Glimmen halten, muss beim Aufsteiger gewonnen werden.

Zufriedene Gesichter sah man natürlich auf Dresdener Seite. Die überragende Libera Kerstin Tzscherlich, mit 313 Einsätzen deutsche Rekordnationalspielerin, fand allerdings ein Haar in der Suppe. „Im ersten Satz haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht”, bilanzierte die 31-Jährige. „Mit dem zweiten und dritten Abschnitt können wir zufrieden sein. Das liegt auch daran, dass wir unsere Lehren aus dem Hinspiel gezogen haben, als Aachen uns mit seinen Aufschlägen unter Druck setzte. Heute war die Annahme sehr stabil.”

Die Partie sehr ernst genommen

In diese Kerbe schlug auch Alexander Waibl. „Wir haben diese Partie sehr ernst genommen”, erklärte der DSC-Trainer, der sich bei seiner Aachen-Premiere begeistert von der Stimmung in der Halle zeigte. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die hier ihr 39. Saisonpflichtspiel bestritt.”

Mit Kräfteverschleiß bei den Gästen hatte der Verlauf des ersten Satzes aber herzlich wenig zu tun. Eher schon gab es eine Portion Frust angesichts des 0:3 vom Vorwochenende gegen Schwerin und der damit verbundenen Erkenntnis, dass es „für uns nur noch um den dritten oder vierten Platz geht” (Zitat Waibl). Bis zum 18:18 ging es hin und her. Nachdem die Alemannia mit 20:23 in Rückstand geraten war, keimte beim 23:24 noch einmal Hoffnung auf, bevor Dresden den ersten Matchball verwandelte.

Im zweiten Durchgang schien es ähnlich zu laufen. Als die Gäste allerdings aus dem 7:7 ein 17:8 machten, war im Grunde alles klar. Aachen gelang letztlich nur noch Ergebniskosmetik. Nicht anders sah es im dritten Satz aus, als das Unheil über 0:5, 4:10 und 12:20 seinen Lauf nahm.

Nach der Partie in Sinsheim folgt am kommenden Samstag bereits das nächste Heimspiel. Gegen den VC Wiesbaden treten Matilda Wikander und Anna Rönnbäck - zumindest für diese Saison - letztmals zu Hause im Alemannia-Trikot an. Wenn zum Abschluss der Spielzeit am 8. Mai der Köpenicker SC nach Aachen kommt, sind die Schwedinnen (vertragsgemäß) bei der Nationalmannschaft.

Aachen: Maurer, Hindriksen, Stahl, Brinkmann, Speer, Preiß, Liliom; eingewechselt: Wikander, Poll, Feldmann, Rönnbäck.
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