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Aachens Volleyballerinnen kämpfen, aber „es reicht nicht“

Von: Roman Sobierajski
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Die „Ladies in Black“ unterlagen dem Dresdner SC am Samstag mit 0:3. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Dominika Valachova war sauer: „Wir müssen vermeiden, so viele leichte Fehler zu machen“, befand die 1,65 Meter große Libera der Aachener Bundesliga-Volleyballerinnen selbstkritisch – und schickte noch einen Gruß in Richtung Abteilung Attacke hinterher. „Und im Angriff müssen wir mehr Risiko nehmen, sonst haben wir gegen Dresden keine Chance.“

Mit 0:3-Sätzen (19:25, 20:25, 19:25) waren die „Ladies in Black“ dem Vizemeister Dresdner SC unterlegen, aber die Reaktion der zentralen Defensivspielerin steht für das gesamte Aachener Team: Der 3:0-Sieg am ersten Spieltag über Stuttgart hatte der Mannschaft von Trainer Marek Rojko Selbstvertrauen und Glauben an die eigenen Fähigkeiten gegeben. Und die Niederlage gegen Dresden war nicht den schier übermenschlichen Fähigkeiten des Gegners geschuldet, so wie man in der Fußball-Bundesliga gegen den FC Bayern München ohne große Erwartungen in die Partie geht, sondern durch den Ärger gekennzeichnet, nicht das gesamte eigene Potenzial auf das Parkett gebracht zu haben.

Worin die Qualitäten dieser Mannschaft bestehen, davon konnten sich die 969 Zuschauer in der Halle an der Neuköllner Straße bei der Heimpremiere phasenweise selbst ein Bild machen: Die Annahme steht deutlich stabiler als in der Vorsaison – im Zentrum die Libera, die gegnerische Bälle einige Male so tief ausgräbt, dass man fast erwartet, die orange Farbe des Hallenbodens an ihren Händen zu sehen. Dazu gesellen sich die Qualitäten der niederländischen Zuspielerin Femke Stoltenborg, die im Schnellangriff ihre Nationalmannschafts-Kollegin Yvon Belien in Szene setzt oder über Kopf die sprungstarke Außenangreiferin Jordanne Scott bedient.

Mannschaft mit Kämpferherz

So hielten die „Ladies“ im ersten Satz bis zum Stand von 10:10 mit, bis zwei unglücklich vergebene Bälle ausreichten, um Dresden ausreichend in Front zu bringen. In der Mitte des zweiten Satzes paarte sich die von der Libera angesprochene Fehlerkette mit dem Einstellen ernsthafter Angriffsbemühungen; die über das Netz gechipten Abschlüsse waren kaum geeignet, Dresden in Verlegenheit zu bringen.

Im dritten Durchgang zeigte die Mannschaft von Trainer Marek Rojko dann eine ihrer weiteren Qualitäten: Sie kämpfte mit Herzblut und gab keinen einzigen Ball vorzeitig verloren, was auch die vollen Ränge ein ums andere Mal mit stehendem Applaus quittierten. „Wir waren zu Beginn schon sehr nervös“, räumte Kapitän Karolina Bednarova ein, „für die meisten war es der erste Auftritt vor heimischem Publikum.“

Und auch der Trainer, dem nach dem Ballwechsel zum 20:25 die Enttäuschung über die Niederlage deutlich ins Gesicht geschrieben stand, warb später um Geduld mit seinem Team: „Wir haben gekämpft, aber es hat nicht gereicht. Mit dem obersten Level können wir uns noch nicht messen. Das müssen wir respektieren.“

Aachen: Bednarova, Crkonova, Stoltenborg (Ponte), Weihenmaier (Stankova), Belien, Scott , Valachova

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