Hamburg/Berlin - Sicherheitscheck vor der Abreise: So schützt man sein Zuhause

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Sicherheitscheck vor der Abreise: So schützt man sein Zuhause

Von: Elke Gersmann, ddp
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Hamburg/Berlin. Urlaubszeit ist Einbruchszeit: Leerstehende Wohnungen und Häuser sind ein beliebtes Ziel von Diebesbanden. Deshalb lohnt sich ein Sicherheitscheck vor der Abreise. So rät Othmar Schaerffer von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Hamburg, Nachbarn über die Abwesenheit zu informieren, damit diese ein Auge auf Haus oder Wohnung haben können: „Eine gute Nachbarschaft ist der beste Einbruchsschutz.”

Ausschließlich darauf verlassen sollte man sich jedoch nicht. Wichtig sei, sagt Schaerffer, die Haus- oder Wohnungstür abzuschließen und nicht nur zuschnappen zu lassen. Sonst hätten Einbrecher ein leichtes Spiel.

Bei den meisten Einbrüchen werden nach Erfahrung der Polizei Fenster und Türen aufgehebelt. Zusätzliche Schlösser helfen das zu verhindern. Und zwar nicht nur an der Tür: Auch Fenster können mit einer Zusatzverriegelung nachgerüstet werden.

Rund um Haus und Wohnung sollte es belebt aussehen, rät der Experte. Dazu gehöre die regelmäßige Leerung des Briefkastens. Alternativ können eingehende Sendungen bei der Post gelagert werden. Wer einen Garten hat, sollte jemanden bitten, in der Zwischenzeit den Rasen zu mähen.

Beleuchtung kann abschreckend wirken. Obligatorisch sollte deshalb bei Eigenheimen ein Bewegungsmelder sein, sagt Schaerffer. Bewährt hätten sich Zeitschaltuhren, die abends einige Lampen anschalten: „Man sollte darauf achten, dass der jeweilige Raum nicht von außen einsehbar ist.” Das sorge für Unklarheit, ob jemand im Hause ist oder nicht.

Auf Nummer sicher sollte man vor dem Urlaub auch bei der Stromversorgung gehen und prüfen, welche Geräte vom Netz genommen werden können. „Ein Blitzeinschlag kann viel Schaden anrichten”, mahnt Steffen Joest von der Deutschen Energieagentur (dena) in Berlin. Das lasse sich vermeiden, indem man den Stecker ziehe. Zusätzlich kann dadurch Geld gespart werden, denn viele Geräte verbrauchen Strom, auch wenn sie nicht in Betrieb sind. Das gelte besonders für Stand-by-Schaltungen.

Die Geräte rund um den Fernseher und die Musikanlage können in der Regel problemlos vom Stromnetz getrennt werden. Bei Set-Top-Boxen oder DVD-Recordern mit Festplatte sollte man zunächst prüfen, ob Programmierungen erhalten bleiben, erklärt Joest. Manchmal überbrückt eine Batterie die fehlende Stromversorgung. Im Zweifel hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung.

Gleiches gelte für den Computer. Wer seinen PC oder Mac nicht vom Netz trennen will oder kann, sollte diesen an eine Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz anschließen, rät der Energieexperte. Das schütze vor Spannungsschwankungen und helfe, Strom zu sparen.

Weitere Stromfresser im Haushalt sind Boiler, die das Wasser konstant warm halten. Auch Waschmaschinen, Trockner, Kaffeeautomaten und Halogenlampen mit externem Trafo können ausgeschaltet Strom ziehen, weiß Joest.

Den Kühlschrank auszuschalten, ist nicht immer praktikabel. Für einen Singlehaushalt könne es sich aber lohnen. Bei einer Familie sei es schwieriger, vor dem Urlaub alles zu verbrauchen. Andererseits biete die Abwesenheit eine gute Gelegenheit, den Kühlschrank abzutauen, was regelmäßig getan werden sollte.

Weitere Informationen zum Thema Sicherheit rund ums Haus gibt es bei den Beratungsstellen der Polizei und bei der dena.
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