Pilgern im Pott soll zentrales Thema im Kulturhauptstadt-Jahr werden

Von: epd
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Zeche Zollverein Essen
Das Fördergerüst der ehemaligen Zeche Zollverein in Essen (Archivfoto vom 06.12.2001).

Dortmund. Das Evangelische Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe will Pilgern im Ruhrgebiet zu einem zentralen Thema des Kulturhauptstadtjahres 2010 machen. „Pilgern im Pott” biete mit einer Pilgerroute durch 25 Gemeinden von Dinslaken bis Holzwickede spirituelle Impulse für den Alltag, sagte Monica Hirsch Reinshagen vom Evangelischen Erwachsenenbildungs Werk Westfalen und Lippe am Mittwochabend in Dortmund.

Ganz bewusst sei jedoch kein spezifischer Pilgerweg ausgezeichnet, da Pilgern auch Orientierung suchen bedeute.

„Pilgern ist vielleicht die älteste christliche Tradion, die wir kennen”, sagte Hirsch Reinshagen. Wegweiser für die eigene Pilgerroute sei dabei der Lauf der Emscher von der Quelle Richtung Mündung im Osten. In keiner anderen Gegend seien im Ruhrgebiet Industrie- und Religionskultur miteinander verwoben.

Pilgerer könnten anhand der Karten und dem erscheinenden Pilgerführer mit Wegbeschreibungen und Informationen zu Kirchen und Kirchengemeinden ihren eigenen Pilgerweg suchen, sagte Hirsch Reinshagen. Die Kirchen könnten in zehn Tagesetappen von je rund 15 Kilometern länge erreicht werden.

Die Kirchen entlang der Route seien mit dem Signet „Offene Kirche” oder „Verlässlich geöffnete Kirche” der rheinischen und westfälischen Kirche ausgezeichnet, hieß es. Zudem erläuterten Ansprechpartner für Pilgernde die Besonderheiten der Sakralräume und der Gemeinde und könnten Verpflegungs- und Übernachtungsmöglichkeiten empfehlen.

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