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NRW-Tourismus: Heimat-Urlaub und Radfahren

Von: Jörg Taron & Juliane Albrecht & Elke Silberer, (dpa)
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Schmallenberg/Monschau. Radfahren steht in den nordrhein-westfälischen Feriengebieten in den Sommerferien hoch im Kurs. „Radfahren ist derzeit die beliebteste Sportart”, sagt Julie Sengelhoff vom NRW-Tourismus in Düsseldorf.

Zunehmend viele Menschen urlaubten vor der eigenen Haustür. „Der Heimat-Urlaub in NRW wird immer beliebter”, stellte die Tourismus-Expertin fest - egal ob kürzere Städte-Trips oder längerer Sport- und Erholungsurlaub auf dem Land.

Von den Trends profitieren die NRW-Urlaubsregionen Sauerland, Münsterland und Eifel. Die örtlichen Tourismusverbände schauten den am Donnerstag beginnenden Sommerferien optimistisch entgegen.

„Vollständig ausgebucht”, hieß es am Dienstag bei der Münsterland Touristik. In Eifel und Sauerland zogen die Buchungen in der letzten Woche an, aber Kurzentschlossenen könnten immer noch ein Quartier finden, meldeten die Tourist-Informationen. Absoluter Renner ist Urlaub auf dem Bauernhof, da wird das Angebot schon recht knapp.

Ganz schnell weg waren im Münsterland die Bauernhöfe, die ländlichen Familienluxus bieten. „Dazu gehören Ponys, viele kleine Tiere wie Kaninchen, Katzen, Gänse, dazu Spielgeräte für die Kleinen - und dieser Tage auch ein Schwimmbecken”, erzählte Touristik- Sprecherin Heidi Feige.

„Im Sauerland ist nur noch vereinzelt etwas zu bekommen”, sagte Anna Galon vom Sauerland-Tourismus in Schmallenberg-Bad Fredeburg. Beliebt seien aber auch Ferienwohnungen. „Allerdings schauen die Urlauber schon auf den Preis und suchen nach Angeboten.”

In der Nationalparkregion Eifel ist noch problemlos eine Unterkunft für die Sommerferien zu haben. „Zu Beginn der Ferien sind die Hotels und Pensionen gut gebucht. Zum Ende hin gibt es wieder Kapazitäten”, sagte Patrick Schmidder von der Nordeifel Tourismus in Kall.

Wandern sei das große Thema für die Eifel-Urlauber. „Rad- und Wanderpauschalen laufen gut”, sagte auch Sophia Eckerle von der Touristik Schleidener Tal. Das Gästeprofil sieht sie im Wandel. „Der Nationalpark zieht eindeutig jüngere Leute an.”

Radpauschalen kommen auch im Münsterland an. Während früher eher ein verlängertes Wochenende gebucht wurde, sind es heute etwas längere Touren mit fünf, sechs Übernachtungen, wie Touristik- Sprecherin Heidi Feige erzählte. „Das liegt an den Pauschaltouren, die beim Radtourismus immer beliebter werden.”

Der Ruhrtal-Radweg lockt viele Urlauber ins Sauerland. Der 230 Kilometer lange Radweg von der Ruhrquelle bei Winterberg bis nach Duisburg sei vor allem bei Urlaubern aus dem Ruhrgebiet angesagt, sagte Anna Galon.

Die Region profitiere wegen des Ruhrtal-Radweges sogar von der Kulturhauptstadt 2010. „Es gibt immer wieder Anfragen von Radfahrern aus ganz Deutschland, die von der Ruhrquelle starten wollen, um dann die Ruhr 2010 zu erradeln”, erklärte Galon.
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