Mit dem Rad um den Chiemsee und auf dem Gipfelsteig zur Kampenwand

Von: Detlef Berg, dpa
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Mit dem Rad um den Chiemsee
Eine der Hauptsehenswürdigkeiten im Bayerischen Meer: Schloss Herrenchiemsee lohnt einen Abstecher. Foto: Detlef Berg/dpa

Chieming. Der Chiemsee lässt sich auf viele Arten entdecken - von oben zum Beispiel bei einer Wanderung zur Kampenwand. Mit dem Fahrrad geht es über 60 Kilometer rund ums „Bayerische Meer”. Verfahren ist fast unmöglich. Radler können sich ganz auf die Landschaft konzentrieren.

Die Bergstation meldet weiß-blauen Himmel. Das sind ideale Bedingungen für eine Auffahrt mit der Kampenwandbahn zum berühmtesten Aussichts- und Wanderberg im Chiemgau. In 14 Minuten überwindet die Bahn mit ihren viersitzigen Kabinen genau 841 Höhenmeter und bringt die Touristen auf ein 1461 Meter hoch gelegenes Plateau. Ein gut ausgebautes Höhenwegenetz ermöglicht auch weniger geübten Wanderern, die eindrucksvolle Bergwelt auf weitgehend ebenen Pfaden zu erkunden.

Der Gipfelsteig zur Kampenwand hat es allerdings in sich. Von der Steinlingalm aus geht es steil bergan, später führt der Gipfelsteig durch Felspartien, die nur mit Hilfe von Stahlseilen gemeistert werden können. Oben angekommen führt eine stählerne Brücke hinüber zum Gipfelkreuz - es ist das größte der Bayerischen Alpen. Wer noch höher hinaus will, startet mit einem Gleitschirm von einer Wiese gleich neben der Bergstation, kreist wie ein Adler durch die Lüfte und genießt die faszinierenden Ausblicke auf die Kette der Zentralalpen.

Der Großglockner im Süden ist dann zu sehen, der Chiemsee und seine Inseln und die hügelige Moränenlandschaft, mit der die Alpen im Norden ausklingen. Gemächlicher gehts am Chiemsee selbst zu. Auf gut ausgebauten Uferwegen rund um den See sind vor allem Wanderer und Radfahrer unterwegs. „Sie können den Chiemsee Rad-Rundweg locker in vier Stunden schaffen”, sagt Franz Mayer, der in Prien eine kleine Fahrradmanufaktur betreibt und seine Räder auch verleiht. Bevor die Tour beginnt, werden sie auf ihre Sicherheit überprüft. Dann drückt Mayer jedem Teilnehmer eine Radwanderkarte in die Hand.

Verfahren kann man sich auf der rund 60 Kilometer langen Strecke eigentlich kaum. „Der Weg ist gut beschildert und führt fast immer am Ufer entlang”, sagt Mayer. Zunächst verläuft der Radweg durch das Drathmoos und das Bernauer Moos, eine Landschaft mit sich im Wind wogenden Schilffeldern. Bei Felden locken auch Badebuchten zum Abkühlen im Bayerischen Meer, wie der mit 82 Quadratkilometern zweitgrößte deutsche Binnensee auch genannt wird. Danach kommt ein parallel zur Autobahn A 8 verlaufender Abschnitt, der aber in einigen Minuten durchfahren ist.

Im Südosten überquert der Radweg die Tiroler Ache, die Sand und Geröll aus den Bergen mitbringt. Das gesamte Areal steht unter Naturschutz und darf nicht betreten werden. An der Hirschauer Bucht gibt es aber einige Aussichtspunkte, von denen aus Naturinteressierte die seltenen Wasservögel im Sumpf- und Schilfdickicht beobachten können. Am östlichen Ufer lädt ein kilometerlanger Strand zum Verweilen ein. Wer mag, kann seine Tour von Chieming aus mit einem der Chiemseeschiffe verkürzen und einen Ausflug zur Herren- und Fraueninsel unternehmen.

Eine Alternative für die Rückfahrt ist der Fahrrad- und Wanderbus der Chiemsee-Ringlinie 9586. Wer sich fürs Weiterradeln entscheidet, kommt schnell nach Seebruck an der Nordspitze des Sees, das mit seinem Römermuseum einen Stopp lohnt. Überall am See ist dank zahlreicher Biergärten und Cafés auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Viele Plätze eignen sich aber auch für ein Picknick mit Blick über den See und das Alpenpanorama. Zurück in Prien sind sich am Nachmittag alle Radler einig - eine Tour mit dem Fahrrad ist die beste Art die Region zu erkunden.

Informationen: Kur- und Tourismusbüro, Alte Rathausstraße 11, 83209 Prien (Tel.: 08051/690 50, E-Mail: info@tourismus.prien.de ).
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