Monaco - In Monaco faszinieren nicht nur Spieltische und die Côte dAzur

In Monaco faszinieren nicht nur Spieltische und die Côte dAzur

Von: Cornelia Höhling, ddp
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Monaco
Monaco: Der sonnenverwöhnte Stadtstaat hat das ganze Jahr über seinen Reiz. Und wenngleich ihm das Image als Luxusbastion für wohlhabende Touristen anhaftet, muss ein Aufenthalt nicht teurer sein als jede andere Städtereise in eine beliebige europäische Metropole. Foto: ddp

Monaco. Immer liegen frische Blumen auf ihrem Grab in der Kathedrale. Und immer sind Rosen dabei. Die Rose war die Lieblingsblume von Fürstin Gracia Patricia, die zweifellos großen Anteil am weltweiten Bekanntheitsgrad des Stadtstaats Monaco hat - über sein Image als Glücksspielparadies hinaus.

Unzählige Verehrer der schönen Hollywood-Schauspielerin Grace Kelly zieht es in das kleine Fürstentum an der Côte dAzur. 1956 gab sie Fürst Rainier III. in eben dieser Kathedrale das Ja-Wort und wurde Gracia Patricia. Auf ihren Spuren können auch andere Besucher Monaco neu entdecken.

Seit ihrem 25. Todestag - sie kam 1982 durch einen tragischen Unfall ums Leben - führt ein spezieller, mit Fotos ausgeschilderter „Princesse Grace”-Rundweg durch die Straßen und Boulevards, vorbei an Villen und Palästen und erzählt ihre Geschichte.

Wer vom Flughafen Nizza mit dem Hubschrauber Monaco erreicht, landet in Fontvieille, einem neuen, dem Meer abgerungenen Stadtteil von 23 Hektar Fläche westlich der Altstadt. Mitunter weht Rosenduft aus dem Rosengarten Princesse Grace als Willkommensgruß herüber. Dieser Landschaftspark mit rund 180 Rosenarten an über 4000 Rosenstöcken - Monaco ist generell reich an Gärten - wurde in Erinnerung an die Fürstin angelegt. An der Bar des daneben liegenden Hotels Columbus lassen sich Rosen im Cocktail „Grace” sogar schmecken.

Die 25 Stationen des Parcours zeigen wichtige Orte des Lebens der Fürstin und führen den Besucher gleichermaßen zu den Sehenswürdigkeiten des Landes. In Monaco-Ville, der Altstadt, sind der Fürstenpalast, vor dem täglich die eindrucksvolle Ablösung der Palastwache zelebriert wird und die Kathedrale mit den Gräbern der mittlerweile 700 Jahre hier ansässigen Dynastie Grimaldi zu finden.

Nur wenige Meter weiter auf der Spitze des Grimaldi-Felsens steht das von Fürst Albert I. gegründete Ozeanographische Museum, das in diesem Jahr sein 100. Jubiläum feiert. Die Tafeln, die den Parcours markieren, konzentrieren sich in den Gässchen auf engstem Raum wie auch die Museen und Souvenirläden. Ein willkommenes Mitbringsel ist sicher die Konfektschachtel in Rosen-Design.

Die Pralinen verschiedener Geschmacksrichtungen wurden zum Gedenken an die fürstliche Hochzeit kreiert. Sie sind in der „Chocolaterie de Monaco”, einem der ältesten Unternehmen des Landes, zu haben, wo man sich auch für den weiteren Weg mit anderen süßen Köstlichkeiten stärken kann.

Die Besichtigungstour führt quer durch alle fünf Stadtteile. Die Fürstin bleibt allgegenwärtig. Ob im Theater „Princesse Grace” gegenüber dem Herkuleshafen mit den größten Jachten der Welt - unter ihrer Anleitung wurde der Saal der schönen Künste renoviert und 1981 als Theater wiedereröffnet - oder mit der Avenue Princesse Grace, die die Stadtviertel Le Portier und Monte Carlo Beach an ihrem östlichen Ende verbindet.

Selbst der Japanische Garten ist mit der Fürstin verbunden, wurde er doch auf ihren Wunsch als grüne Oase der Ruhe entworfen. Er liegt im Geschäfts- und Vergnügungsviertel Monte-Carlo, dessen in barocken Formen überbordendes Casino zum Aushängeschild Monacos wurde.

An der dem Meer zugewandten Seite des Spielcasinos mit dem berühmten Opernhaus - beide teilen sich ein Vestibül - wurde 1863 die monegassische „Société des Bains de Mer” gegründet.

Diese Seebäder-Gesellschaft (SBM) legte den Grundstein unter anderem für die heutigen Wellness- und Spa-Oasen. Seit 1995 erfüllt die Meerwasserthermen neues Leben. Sie gelten mit ihren Anwendungen auf über 6600 Quadratmetern als das führende Spa in Monaco und sind mit den prächtigen Hotels Hermitage und Hotel de Paris durch unterirdische Gänge direkt verbunden, verrät Guillaume Jahan de Lestang.

Das Meerwasser werde aus 37 Meter Tiefe und 300 Meter Entfernung hergeleitet. Dort besitze es nicht nur die stärkste Konzentration an heilsamen Bestandteilen, sondern weise auch den höchsten Reinheitsgrad auf, weiß der SBM-Sprecher.

So zieht es nicht nur Glücksspieler oder Grace-Kelly-Fans an Europas schönste Küste, sondern auch nach dem inneren Gleichgewicht und körperlichem Wohlbefinden Suchende. Wenn die Gäste bei heilenden Therapien und modernen Spa- und Beauty-Behandlungen Erholung und Entspannung finden, partizipieren sie ganz nebenbei von Glamour, Luxus und Eleganz, für die Monaco bekannt ist, und fühlen sich möglicherweise kurzzeitig so schön wie die Fürstin.

Mit dem Willow Stream Spa verfügt neuerdings auch das Fairmont Monte Carlo, das größte Hotel in Monaco, über einen hochmodernen Wellness-Bereich. Ist es Viola, die bei der Entspannungsmassage sanft über den Rücken streicht, kann man sich deutsch unterhalten. Sie kommt aus Südtirol. Das von den vier Elementen Feuer, Wasser, Luft, Erde sowie von Holz inspirierte Konzept soll ungeahnte innere Kräfte und Energien entfalten, erklärt sie. Die 30-Jährige hat Gracia Patricia nicht mehr kennen gelernt. Aber dass die Fürstin 1975 das Fairmont einweihte, weiß auch sie.

Bei besonderen Anlässen könne man das „Menu de la Princesse” bestellen und ihre Lieblingsgerichte kosten.

Der sonnenverwöhnte Stadtstaat hat das ganze Jahr über seinen Reiz. Und wenngleich ihm das Image als Luxusbastion für wohlhabende Touristen anhaftet, muss ein Aufenthalt nicht teurer sein als jede andere Städtereise in eine beliebige europäische Metropole. Auch hier gibt es 3-Sterne-Hotels für Familienurlaube. Selbst der Eintritt ins Casino Monte Carlo ist mit zehn Euro erschwinglich.
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