bullyparade kino freisteller bully herbig tramitz kavanian

Frühjahrsputz im mobilen Heim: Tipps zum Start der Caravan-Saison

Von: Felix Rehwald, dpa
Letzte Aktualisierung:
Wohnmobil
Mit den Osterferien wird meist auch die Caravaningsaison eingeläutet. Doch vor der ersten Ausfahrt mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil ist einiges zu erledigen. Foto: dpa

Hamburg. Mit den ersten Frühlingstagen juckt es nicht nur Motorradfahrern in den Fingern. Auch Reisemobil- und Caravan-Besitzer wollen wieder auf die Piste. Doch bevor sie ihr mobiles Heim aus dem Winterschlaf holen und zur ersten Reise aufbrechen, sind ein paar Kontrollen angebracht.

Ein Frühjahrsputz kann nach dem Ausmotten ebenfalls nicht schaden. Jedenfalls gelingt der Start in die Caravan-Saison angenehmer und sicherer, wenn diese Tipps der Verkehrsclubs und Sachverständigen beherzigt werden:

Innenraum entstauben: Der Innenraum sollte ordentlich gereinigt, gelüftet und die Einrichtung auf mögliche Schäden kontrolliert werden. Viktoria Groß vom Deutschen Camping Club (DCC) rät, dabei gleich Schränke, Staufächer und Ablagen zu entrümpeln: Alles, was unterwegs nicht wirklich gebraucht wird, fliegt raus. Das spart Gewicht und verringert die Gefahr, dass das Gefährt beim Einräumen für die nächste Tour überladen wird.

Außenwände waschen: Sofern es in der Gemeinde noch erlaubt ist, kann die Außenwäsche des Fahrzeugs mit Gartenschlauch und Teleskop-Schrubber zu Hause erfolgen. Immer mehr Kommunen untersagen die Fahrzeugwäsche auf Privatgrundstücken jedoch. Als Alternative bietet sich laut dem DCC ein Waschplatz an. Manche Pkw-Waschanlagen lassen auch Wohnmobile hinein, wenn es von den äußeren Abmessungen her passt. Wichtig sei jedoch, dass die Anlage zum Schutz der empfindlichen Außenhaut weiche Bürsten hat, so Viktoria Groß.

Wassertanks desinfizieren: Vor der Winterpause wurde in der Regel das Wasser aus den Vorratstanks abgelassen. Bevor nun wieder Frischwasser aufgefüllt wird, werden Tanks und Wasserleitungen besser desinfiziert. Groß empfiehlt hierzu spezielle Desinfektionsmittel auf Silberjodid-Basis, die im Fachhandel erhältlich sind. Werden Tanks und Leitungen damit durchgespült, tötet das die möglicherweise im System vorhandenen Keime.

Bewegliche Teile prüfen: Fahrzeugstützen, Gelenke der Markise oder Scharniere von Klappen und Türen - alle beweglichen Teile am Caravan oder Reisemobil sind zu kontrollieren, ob sie noch leichtgängig sind. Caravan- und Reisemobilbesitzer ersparen sich viel Frust auf dem Stellplatz, wenn zum Beispiel eine im Winter festgegammelte Stütze schon beim Ausmotten wieder gangbar gemacht wird.

HU-Prüftermin beachten: Möglicherweise steht für das Fahrzeug die nächste Hauptuntersuchung an. Der Termin wird besser vor einer Reise wahrgenommen. Dadurch gehen Besitzer auch auf Nummer sicher, dass der technische Zustand des Fahrzeugs einwandfrei ist.

Fahrzeugtechnik prüfen: Wie beim Pkw können Wohnmobil- und Caravan-Besitzer manche Kontrollen selbst erledigen. Dazu gehört die Überprüfung der Beleuchtung, der Füllstände von Kühlmittel, Brems- und Batterieflüssigkeit sowie der Reifen. Diese sollten der Prüforganisation GTÜ zufolge aus Sicherheitsgründen mindestens 4 Millimeter Profil haben - auch wenn der Gesetzgeber nur 1,6 Millimeter vorschreibt. Weil die Reifen stark beansprucht werden, sollten sie außerdem nicht älter als sechs Jahre sein. Das Alter lässt sich anhand der DOT-Nummer an der Reifenflanke erkennen.

Gasanlage cheken: Flüssiggasanlagen sind nach Angaben des Caravaning Industrie Verbands (CIVD) alle zwei Jahre von einem Sachkundigen zu kontrollieren. Dabei wird überprüft, ob die Anlage ordnungsgemäß funktioniert und dicht hält. Ist alles in Ordnung, gibt es eine Prüfplakette. Den Check erledigen Händler, Werkstätten oder Sachverständigen-Organisationen.

Fahrzeug richtig beladen: Immer wieder werden beim Beladen eines Caravans oder Reisemobils Fehler gemacht. Die Fahrzeuge werden nicht nur überladen - die Ladung wird häufig auch falsch verstaut. Die korrekte Beladung ist laut dem CIVD jedoch unumgänglich für die Sicherheit. Der Verband empfiehlt, das Reisegewicht des Gefährts vor Fahrtantritt auf einer öffentlichen Waage zu überprüfen. Beim Gespann sind außerdem die zulässige Anhänge- und Stützlast zu beachten. Schwere Gegenstände werden am besten in Bodennähe zwischen den Achsen untergebracht. Das hält den Schwerpunkt tief. Dafür lassen sich zum Beispiel die Fächer unter den Sitzbänken in der Fahrzeugmitte nutzen. Für Vorräte bieten sich die Unterschränke in der Küche an. Leichtes Gepäck gehört in die oberen Fächer.

Fahrpraxis sammeln: Ein beladenes Reisemobil oder Caravan-Gespann verhält sich unterwegs anders als ein normaler Pkw. Insbesondere wenn nach der Winterpause Fahrpraxis fehlt, müssen sich Fahrer erst wieder an das besondere Fahrverhalten gewöhnen. Es kann nach Angaben des ADAC nicht schaden, das Rangieren, Kurvenfahren und Bremsen vor dem Start der nächsten Reise auf einem leeren Parkplatz zu üben - auch wenn es noch so sehr in den Fingern juckt und das Fernweh lockt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert