Berlin - Fahrradtourismus legt trotz Wirtschaftskrise zu

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Fahrradtourismus legt trotz Wirtschaftskrise zu

Von: ddp.djn
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Berlin. Der Fahrradtourismus in Deutschland hat trotz Wirtschaftskrise zugelegt. Die Beherbergungsbetriebe in radtouristischen Regionen und an Radfernwegen verzeichneten im vergangenen Jahr deutliche Zuwächse.

Das geht aus der Radreiseanalyse 2010 hervor, die der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) am Donnerstag auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin vorstellte. Das Umsatzvolumen in diesem Reisesegment wurde auf rund neun Milliarden Euro beziffert.

Als ein Beispiel für die positive Entwicklung führte Thomas Froitzheim vom ADFC-Bundesvorstand den Ruhrtal-Radweg an. Die Beherbergungsbetriebe an der Strecke hätten 2009 einen Zuwachs von 13 Prozent bei Radtouristen registriert. Dagegen sei die Zahl der Übernachtungen im Ruhrgebiet im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent gesunken.

Der stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende Bertram Giebeler verwies darauf, dass die Zahl der vom ADFC zertifizierten „Bett & Bike”-Gastbetriebe kontinuierlich auf über 5000 in 3412 Orten gestiegen sei. Das spreche „für den Erfolg des Radtourismus auch in der Krise”, sagte Giebeler.

Beliebteste Radfernwege im Inland sind der Studie zufolge wie im Vorjahr der Elbe-, der Main- und der Weser-Radweg. Bei den Radreiseregionen liegen ebenfalls wie im vergangenen Jahr Bayern, Franken und Mecklenburg-Vorpommern in der Gunst der Radtouristen ganz vorn. Als geplante Ziele für 2010 werden die Radrouten an der Elbe und am Main sowie im Altmühltal am häufigsten genannt.

Als problematisch für viele Fahrradtouristen bezeichnet der ADFC weiterhin die Anreise mit der Deutschen Bahn. Im DB-Fernverkehr würden die Möglichkeiten zur Fahrradmitnahme durch den verstärkten Einsatz von ICE statt IC weiter eingeschränkt, sagte Giebeler. Er kritisierte zugleich, dass auf einzelnen Strecken des Regionalverkehrs nicht mehr über die mögliche Fahrradmitnahme informiert werde. „Marktgerechtes, kundenfreundliches Verhalten sieht anders aus”, betonte der ADFC-Bundesvize.
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