Wien - Ersatzlampen und Warnweste an Bord?

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Ersatzlampen und Warnweste an Bord?

Von: ddp
Letzte Aktualisierung:

Wien. Andere Länder, andere Vorschriften. Autofahrer sollten sich bei Touren ins Ausland vorher erkundigen, welche Besonderheiten die Straßenverkehrsordnung in den Transit- und Zielländern beinhaltet.

„Allen Bemühungen zum Trotz gibt es beispielsweise für die Autoausrüstung noch ganz unterschiedliche Bestimmungen in den verschiedenen Ländern”, weiß Silvie Bergant, Touristik-Expertin beim österreichischen Automobilclub ÖAMTC in Wien.

Während in Österreich neben Verbandspaket und Warndreieck auch die Warnweste zum verpflichtenden Standard gehört, muss man bei Fahrten nach Spanien, Serbien, Montenegro und Mazedonien auch an das vorgeschriebene Ersatzlampenset denken. „Eine Empfehlung zur Mitnahme gibt es quasi für alle Länder, in denen Licht am Tag gilt”, ergänzt Bergant.

In Nicht-EU-Ländern muss man generell die Grüne Versicherungskarte vorweisen können. Innerhalb der EU wird die Mitnahme sehr empfohlen.

„Wir bekommen immer wieder Meldungen von unseren Mitgliedern, dass bei Kontrollen beispielsweise in Italien das Fehlen der Versicherungskarte beanstandet wurde - auch wenn eine Mitnahme seit 1991 gar nicht mehr vorgeschrieben ist”, so die ÖAMTC-Touristikerin: „Wer vorsorgt, erspart sich jedenfalls leidige Diskussionen mit der örtlichen Polizei.”

Die Grüne Versicherungskarte erhält man bei der jeweiligen Haftpflichtversicherung. Ebenfalls unerlässlich ist der Europäische Unfallbericht. „Am besten immer im Handschuhfach mitführen”, rät Bergant: „Dann ist er im Ernstfall griffbereit.”

Aber auch in Frankreich oder Finnland, Spanien oder Belgien lauern unbekannte Verkehrsregeln und bei Übertretungen saftige Strafen, zumeist deutlich höher als hierzulande.

Der kontrollierende Blick auf den Tacho empfiehlt sich beispielsweise im kleinen Königreich Belgien. Wer auf den Autobahnen zwischen Antwerpen, Brüssel oder Liège mit Tempo 160 ertappt wird, muss mindestens 300 Euro zücken.

Dabei haben die Belgier, wie inzwischen auch ihre französischen Nachbarn, die Autobahnen mit fest installierten Kontrollen gespickt. Allerdings: Jeweils kurz vor Laser und Linse gibt es einen Warnhinweis. Ungewohnt auch dies: In Belgien verliert der vorfahrtsberechtigte Fahrer, der trotz Vorfahrt anhält, sein Vorrecht.

In Spanien liegt die Promille-Grenze bei 0,5 Promille, aber für Personen, die ihren Führerschein noch keine zwei Jahre besitzen, bereits bei 0,3 Promille. Ungewohnt für deutsche Autofahrer ist sicherlich auch das differenzierte Tempolimit auf Frankreichs Straßen und Autobahn. So gilt bei Nässe: Fuß vom Gas und Licht an. Das Landstraßenlimit von 90 Stundenkilometern sinkt beispielsweise auf 80 km/h.

Mitunter sehr schwer macht es Italien ausländischen Autofahrern. Wenden, Rückwärtssetzen oder Spurwechsel im Mautstellenbereich: Derartige Fahrmanöver werden sowohl auf Autobahneinfahrten - vor Beginn der eigentlichen Autobahnstrecke - als auch auf der Autobahn selbst, auf Hilfsspuren, an Notrufsäulen und im Bereich der Autobahnausfahrten vor den Mautstellen besonders streng geahndet. In der Regel werden ein Bußgeld von mehreren hundert Euro und ein Fahrverbot von mindestens zwei Monaten verhängt.

Immer wieder zu Ärger zwischen Touristen und der Obrigkeit führt auch der Artikel 164 des Codice della Strada. Nach dieser Vorschrift ist jede nach hinten hinausragende Ladung mit einer Warntafel zu versehen, und zwar auch dann, wenn sie weniger als einen Meter übersteht. Sie ist beispielsweise auch anzubringen, wenn lediglich ein Heckträger - selbst in eingeklapptem Zustand - montiert ist.
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