Hamburg - Entspannt in Richtung Erholung: Die Urlaubstour mit dem Auto

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Entspannt in Richtung Erholung: Die Urlaubstour mit dem Auto

Von: Heiko Haupt, dpa
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Nicht einfach vollstopfen: Falsch verstautes Gepäck kann während der Fahrt zur Gefahr werden. Foto: dpa

Hamburg. Das Beste an einer Autofahrt in den Urlaub ist die Ankunft am Ziel. Über die Zeit von der Abfahrt bis dahin breiten viele lieber den Mantel des Schweigens aus.

Denn die steht häufig für Stress, Staus, quengelnde Kinder und quälende Hitze. Trotzdem ist das Auto das beliebteste Reisevehikel. Laut dem ADAC nutzen es mit 54,7 Prozent mehr als die Hälfte aller Urlauber. Vor dem Einsteigen in den vollgepackten Wagen ein paar Gedanken daran zu verschwenden, wie sich die Tour angenehmer gestalten lässt, ist sinnvoll. Autoclubs und auch Organisationen wie der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) oder die Deutsche Verkehrswacht (DVW) haben die passenden Tipps.

Vorbereitung: Die Route zum Ziel sollte schon vor dem Start genau feststehen. So lässt sich die Dauer der Fahrt besser einschätzen. Und sofern nötig, können Orte für eine Übernachtung gleich ausgewählt und Hotelzimmer gebucht werden. Außerdem kommt es so unterwegs nicht zum Streit, welche Straße denn nun die geeignetere wäre.

Abreise: Der Start ist so zu planen, dass nicht schon hinter der Ortsgrenze der Heimatstadt der erste Stau lauert. Traditionell gilt, dass gerade an Freitagen und den Wochenenden im Sommer mit dichtem Verkehr zu rechnen ist. Wenn möglich, sollte deshalb „antizyklisch” gefahren werden - also genau dann, wenn die Masse der Urlauber nicht die Reise beginnt.

Technik: Nichts ist ärgerlicher als ein Auto, das ausgerechnet auf der Urlaubstour schlapp macht. Sinnvoll ist es deshalb, vor dem Start die Technik gründlich überprüfen zu lassen. Das gilt besonders für den Zustand der Brems- und Lichtanlage, und auch die Reifen müssen genügend Profil haben. Ebenfalls zu überprüfen sind der Öl- sowie der Flüssigkeitsstand im Scheibenwaschbehälter und das Kühlwasser. Wird der Wagen schwer beladen, raten Experten, den Luftdruck der Reifen um 0,2 bar zu erhöhen.

Beladung: Gepäck muss überlegt verstaut werden. Ungesicherte oder falsch untergebrachte Ladung kann sonst schon bei einem kleinen Auffahrunfall die Insassen gefährden. Schwere Koffer gehören immer nach unten in den Kofferraum. Und sie sollten direkt an den Lehnen der Rücksitze anliegen, dann können sie nicht verrutschen. Bei Kombis und Vans darf das Gepäck die Oberkante der Rücksitzlehnen nicht überragen.

Dachboxen: Der zusätzliche Stauraum in einer Box auf dem Dach wird gerade bei Urlaubstouren gern genutzt. Beim Beladen muss der Fahrer allerdings die zulässige Dachlast berücksichtigen, also das vom Hersteller erlaubte Gewicht.

Fahrverhalten: Zusätzliches Gewicht durch das Urlaubsgepäck und die Passagiere führt zu einem veränderten Fahrverhalten. Vor allem der Bremsweg des Wagens kann länger als gewohnt ausfallen. Wird auch die Dachbox beladen, verlagert sich zudem der Schwerpunkt des Wagens nach oben. Das kann sich bei Kurvenfahrten bemerkbar machen.

Verpflegung: Unterwegs kommt es weniger auf die Verpflegung mit Kartoffelsalat und Würstchen an. Wichtig ist nach Aussagen von Experten vor allem das Trinken. Dabei sind nicht in erster Linie Kaffee und Cola die richtige Wahl: Als ideales Getränk für die lange Reise gilt vielmehr Mineralwasser. Auch Fruchtsaftschorlen werden empfohlen.

Kinder: Damit der Nachwuchs unterwegs nicht permanent quengelt, müssen Eltern an Beschäftigung und Ablenkung denken. Beliebt bei vielen Kindern sind Rate- oder Zählspiele. Aber auch wenn das Lieblingsspielzeug mit an Bord ist, kann das hilfreich sein. Eine weitere Option sind CDs mit Liedern oder Geschichten.

Pausen: Für Fahrer gilt als Grundregel, spätestens alle zwei Stunden eine Pause von etwa 20 bis 25 Minuten einzulegen. Sie dient nicht nur der Nahrungsaufnahme, vor allem sollten die Insassen sich die Beine vertreten. Bei Reisen mit dem Nachwuchs sind die Intervalle zu verkürzen: Kleine Kinder benötigen etwa jede Stunde eine Pause.

Verkehrsregeln: Dass die Verkehrsregeln im Heimatland zu beachten sind, ist wohl jedem Autofahrer bewusst. Mancher vergisst allerdings, dass er auch im Ausland nicht einfach drauflosbrettern darf. Dabei unterscheiden sich die dortigen Regeln häufig den denen zu Hause. Wer nicht hohe Bußgelder riskieren will, macht sich vorher schlau. Das gilt für die erlaubte Höchstgeschwindigkeit ebenso wie zum Beispiel für Promillegrenzen. Unterschiedlich sind auch die Regeln in Hinblick auf Warnwesten, Abschleppseil oder Feuerlöscher. Und: Die Grüne Versicherungskarte sollte im Ausland nicht vergessen werden.
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