Berlin - Die Gärten der Welt: In Marzahn ist Berlin gleichzeitig grün und bunt

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Die Gärten der Welt: In Marzahn ist Berlin gleichzeitig grün und bunt

Von: Andreas Heimann, dpa
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Marzahn
Im Karl-Foerster-Staudengarten blüht es besonders üppig - der Teich in seiner Mitte fasziniert so manchen Besucher vor allem wegen der vielen Seerosen und der Frösche, die sich dazwischen verstecken. Foto: Andreas Heimann/dpa

Berlin. Marzahn ist nicht gerade eine grüne Idylle. Und der Stadtteil im Nordosten Berlins gehört auch nicht zu den ersten Adressen für Hauptstadtbesucher. Viele vermuten hier graue Plattenbau-Tristesse. Aber das ist nicht einmal die halbe Wahrheit. Für die Gärten der Welt stimmt es überhaupt nicht.

Die Gartenkulturen bieten eine bunte Vielfalt: Wer hier einen Nachmittag oder am besten einen ganzen Tag verbringt, schlendert durch Gärten verschiedener Länder von Japan bis Bali. Zwischendurch legt sich der ein oder andere auf einer der zahlreichen Rasenflächen in die Sonne - auf die Picknickdecke oder in den Liegestuhl.

Neu ist der Christliche Garten, erst Ende April eröffnet. Er hat einen 100 Meter langen Wandelgang, der wie ein Kreuzgang um einen Innenhof führt. Ein Schnelldurchlauf bringt wenig. Das Besondere sind die Texte aus der Bibel, von Philosophen und Dichtern, die von großen, gold-lackierten Buchstaben aus Aluminium gebildet werden. Diese Wand aus Worten umgrenzt den Wandelgang an allen Seiten.

Ausgesprochen schön ist der Orientalische Garten mit seinen Rosen, Fliederbüschen, Palmen, mit Oleander, Granatäpfel- und Maulbeerbäumen. Die Architektur lässt an marokkanische Riads oder kunstvoll ausgestattete Moscheen denken.

Was ihn so ungewöhnlich macht, ist der großzügige Umgang mit Wasser. Nicht nur in einzelnen Springbrunnen plätschert es: Über einem langen Becken mit dekorativen Bodenfliesen formieren sich Bögen von Wasserstrahlen. Der „Garten der vier Ströme” trägt seinen Namen zurecht.

Der Koreanische Garten war ein Geschenk der Stadt Seoul. Von einem Pavillon aus blickt man in eine Landschaft, die der Koreas nachempfunden wurde: mit Felsen, Wasser, Bambus und Kiefern. Große Holzfiguren, „Zang Sung” genannt, erinnern an schamanische Glaubensvorstellungen im alten Korea.

Den Anfang aber hat der Chinesische Garten gemacht. Vier Jahre lang hat es gedauert, bis er im Herbst 2000 eröffnen konnte. Die Berliner haben dafür ihre Kontakte ins Reich der Mitte spielen lassen - Peking ist eine der Partnerstädte. Und so haben Chinesen nicht nur die Planung für den „Garten des wiedergewonnenen Mondes” übernommen, auch ein beträchtlicher Teil der Baumaterialien und sogar die Möbel für das Chinesische Teehaus kamen per Schiff aus China.

Besonders üppig blüht es im Karl-Foerster-Staudengarten. Angelegt wurde er 1987 zur Berliner Gartenschau, als die Stadt noch in Ost und West geteilt war. Vor drei Jahren erweiterte man ihn. Kinder sind oft begeistert von dem kleinen Teich in seiner Mitte - wegen der vielen Seerosen und Frösche, die sich hier beobachten lassen. Ihre Eltern können sich dann entspannt zurücklehnen.
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