Köln - Der Sonnenschutz gehört ins Reisegepäck wie die Zahnbürste

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Der Sonnenschutz gehört ins Reisegepäck wie die Zahnbürste

Von: Elke Gersmann, dapd
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Sonnencreme hautkrebs
Darf in keiner Reisetasche fehlen: Eine Sonnencreme mit dem passenden UV-Schutz. Foto: dpa

Köln. Sonnenschutz gehört schon im Frühling auf die Haut - und ins Reisegepäck. „Zum einen ist die Haut nach den langen Wintermonaten sonnenentwöhnt und empfindlich, zum anderen ist die Ozonschicht im Frühling naturgemäß noch etwas schwächer als im Sommer”, sagt Hautarzt Hans-Georg Dauer. Dadurch erreiche mehr der besonders hautschädlichen kurzwelligen Strahlung die Erdoberfläche.

Wie lange jemand gefahrlos in der Sonne bleiben kann, richtet sich vor allem nach dem Hauttyp und der damit verbundenen Eigenschutzzeit. Sie gebe an, wie lange man mittags in der Sonne bleiben könne, bevor eine Rötung entsteht, sagt der Hautarzt. Bei Hellhäutigen könnten das unter Umständen nur fünf Minuten sein. Doch diese Rötung, der Sonnenbrand, sei nur die sichtbare Schädigung der Haut: „Veränderungen an den Zellen können schon vorher auftreten”, warnt Dauer. Die Eigenschutzzeit könne ohnehin nur ein Richtwert sein. Denn es komme vor allem darauf an, wo man sich befinde: „Die Strahlungsintensität ist beispielsweise am Meer und in den Bergen besonders hoch.” Auch die Art der Bewölkung spiele eine Rolle.

Auskunft über die Strahlungsintensität gibt der UV-Index. Der Deutsche Wetterdienst macht dazu Vorhersagen, die unter der Internetadresse uv-index.de abgerufen werden können. Beim Bundesverband der Deutschen Dermatologen geht man noch etwas weiter: Auf der Internetseite uv-check.de kann ein persönliches Hautprofil angelegt werden, anhand dessen es Informationen zur individuellen maximalen Tagesdosis Sonne gibt. Voraussetzung ist eine Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung, nach der man vom Arzt die notwendigen Zugangsdaten erhalten kann.

Viel hilft viel

Für den Sonnschutz gilt: Viel hilft viel. Das betrifft den Lichtschutzfaktor genauso wie die Menge, die auf der Haut verrieben wird: „Viele Menschen tragen die Präparate viel zu sparsam auf. Bei einem Strandurlaub sollte eine 100-Milliliter-Flasche nach vier bis fünf Tagen aufgebraucht sein.” sagt Dauer. Wichtig sei außerdem, dass die Lotion oder Creme gut in die Haut einmassiert werde. Auch an Stellen, die gerne einmal vergessen werden - Zehen, Hände, Ohren und die sogenannten Geheimratsecken. Nachcremen verlängere den Schutz nicht, betont der Hautarzt. Sei die um den Lichtschutzfaktor erhöhte Eigenschutzzeit erreicht, helfe nur eines: Rein in den Schatten. Und: „Viele Sonnenschutzmittel benötigen rund 30 Minuten, bis sie auf und in der Haut wirken, man sollte sich also nicht gleich nach dem Eincremen der Sonne aussetzen”, sagt der Experte.

Schutz bietet auch Kleidung mit eingebautem Sonnenschutzfaktor. Diese erkennt man am Etikett, auf dem der UPF, der Ultraviolett Protection Factor, angegeben wird. Für Hautarzt Dauer eine sinnvolle Erfindung, nicht nur, aber besonders für Kinder: „Normale Kleidungsstücke bieten zwar auch einen gewissen Schutz, lassen aber einiges an Strahlung durch.” Auch für Erwachsene, die sich lange in der Sonne aufhalten, zum Beispiel beim Sport oder Wandern, sei dieser UV-Schutz empfehlenswert.
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