Bundespolizei stellt gelockerte Regeln für Handgepäck vor

Von: dpa
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Neue Sicherheitskontrollen an EU Flughäfen
Ein Mitarbeiter der Bundespolizei demonstriert auf dem Flughafen Schönefeld bei Berlin einen neuartigen Flüssigkeits- Scanner. Durch den Einsatz dieser Geräte ist es ab dem 29.04.2011 Fluggästen unter bestimmten Umständen erlaubt, Flüssigkeiten im Handgepäck mit sich zu führen - seit 2006 ist dies nur in sehr eingeschränktem Umfang möglich. Foto: Tim Brakemeier

Schönefeld. Die Bundespolizei hat am Mittwoch am Flughafen Berlin-Schönefeld die gelockerten Mitnahmebestimmungen für Handgepäck im Flugzeug vorgestellt. Passagiere dürfen von diesem Freitag an wieder Flüssigkeiten in größerem Umfang mit an Bord nehmen - allerdings nur auf Transitflügen mit Einkäufen aus Duty-Free-Läden.

Wer Alkohol oder Parfüm in einem Nicht-EU-Land gekauft hat, darf die verschweißte Tüte künftig beim Umsteigen in Europa behalten und mit auf seinen Anschlussflug nehmen.

Deutschland setzt eine entsprechende EU-Verordnung um. Die meisten EU-Staaten beteiligen sich allerdings vorerst nicht an dem neuen Verfahren.

Für Fluggäste, die in Deutschland starten, ändert sich vorerst ohnehin nichts. Seit 2006 dürfen Flaschen, Zahnpastatuben und Handcreme-Tiegel nicht mehr als 100 Milliliter enthalten und müssen in einen Klarsichtbeutel gesteckt werden.

Die Lockerung sei ein „erster Schritt” zur vollständigen Aufhebung der Beschränkungen im April 2013, sagte der Leiter des Referats Luftsicherheit bei der Bundespolizei, Steffen Richter.

Zugleich erprobt die Bundespolizei in den kommenden Jahren neue technische Geräte, mit denen verbotene Substanzen aufgespürt werden sollen.

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