Wiesbaden - Bergwandern: Vorsicht vor der tückischen Höhenkrankheit

Bergwandern: Vorsicht vor der tückischen Höhenkrankheit

Von: dapd
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Vorsicht vor der tückischen Höhenkrankheit beim Bergwandern. „Ab 2.500 Metern Höhe steigt die Gefahr drastisch, bei 4.000 Metern sind bereits zwei von drei Bergwanderern in unterschiedlichem Ausmaß von der Höhenkrankheit betroffen”, sagt Experte Ulrich Fölsch.
Das Foto zeigt Besucher auf dem 2.224 Meter hohen Nebelhorn bei Oberstdorf. Foto: dapd

Wiesbaden. Bergwandern liegt im Trend. Immer mehr Menschen schlüpfen in die Wanderstiefel, um auf dem Weg zwischen Tal und Gipfel Alltagsstress und Sorgen hinter sich zu lassen. „Doch jeder Aktivurlauber sollte sich vor einer Tour ins Gebirge vom Arzt untersuchen und beraten lassen”, sagt Ulrich Fölsch von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) aus Wiesbaden.

Denn bereits ab einer Höhe von 2.500 Metern über Normalnull können sich die ersten Symptome der lebensgefährlichen Höhenkrankheit, wie Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Erbrechen oder Schlafstörungen zeigen: „Mit zunehmender Höhe sinkt der Luftdruck und der Körper erhält weniger Sauerstoff”, erklärt der Experte. Menschen mit bestehenden Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankungen sollten Bergwanderungen über 2.000 Meter Höhe vermeiden.

Während Bergprofis um die Risiken wissen, neigen Wanderamateure leicht zu einer Fehleinschätzung der potenziellen Gefahren: „Die Symptome zeigen sich häufig erst nach drei Tagen auf dem Berg, zum Beispiel wenn man sehr zügig hochgewandert ist und mehr als 500 Höhenmeter am Tag gemacht hat”, sagt Fölsch. Bei diesem Wandertempo habe der Körper keine Zeit, sich auf die Umstellung der Sauerstoffzufuhr einzustellen. Wer Schmerzen im Kopf oder Schwindelgefühle bemerke, sollte lieber wieder absteigen, statt weiter hinaufzugehen.

„Ab 2.500 Metern Höhe steigt die Gefahr drastisch, bei 4.000 Metern sind bereits zwei von drei Bergwanderern in unterschiedlichem Ausmaß von der Höhenkrankheit betroffen”, sagt der Experte. Bei einer akuten Höhenkrankheit sammele sich Wasser im Gewebe, so dass sich Ödeme in Gehirn und Lunge bilden könnten. Unbehandelt führe dies innerhalb weniger Tage zum Tode. „Todesfälle durch Höhenkrankheit sind nicht selten die Folge einer Fehleinschätzung der Symptome”, warnt der Internist.

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