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Bekleidung nach dem Zwiebelprinzip schützt vor Auskühlung

Von: dapd
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Der Sommer hat sich zwar meteorologisch und kalendarisch verabschiedet, doch das ist kein Grund, zum Stubenhocker zu werden. Foto: dpa

München. Der Sommer hat sich zwar meteorologisch und kalendarisch verabschiedet, doch das ist kein Grund, zum Stubenhocker zu werden.

„Der Herbst ist die beste Wanderzeit”, sagt Stefan Winter vom Deutschen Alpenverein: Die Natur treibt es bunt, das sanfte Licht sorgt für eine ganz besondere Atmosphäre, die Temperaturen sind nicht mehr so schweißtreibend, alles wirkt etwas ruhiger und unaufgeregter.

In vielen Regionen gibt es herbstliche Attraktionen wie Erntefeste, Saisonabschlussfeiern auf den Hütten oder Viehabtriebe. Die perfekte Zeit für einen Wanderurlaub.

Bei der Planung einer Wanderung ist es jedoch ratsam, einige herbsttypische Dinge zu beachten, wie beispielsweise den niedrigeren Stand der Sonne: „Manche Hangseiten und Täler liegen dauerhaft im Schatten und wärmen sich im Laufe des Tages kaum auf”, sagt Winter.

Man sollte deshalb im Herbst auch bei sonnigem Wetter Mütze, Handschuhe und eine wärmende Jacke dabeihaben, da es in schattigen Bereichen empfindlich kühl sein könne. Winter empfiehlt außerdem, bei der Planung der Wanderung darauf zu achten, dass der Weg vor allem an den sonnigen Süd- oder Westseiten der Hänge verläuft.

Oder mit einer Bergbahn aus dem Schatten der Gipfel hinaufzufahren und einen Höhen-Panoramaweg zu wählen. Wer in den Alpen unterwegs ist, sollte sich jedoch vorher zum Beispiel auf den Internetseiten des Alpenvereins unter http://www.alpenverein.de darüber informieren, welche Hütten noch geöffnet sind und ob bereits Schnee liegt.

Bei der Planung der Tour müssen Wanderer vor allem die immer früher einbrechende Dunkelheit im Blick behalten. Winter rät, auch bei Tageswanderungen eine Stirnlampe mitzunehmen, falls man doch von der Dunkelheit überrascht wird.

Doch nicht nur die Tageslänge sollte die Wanderung bestimmen, sondern auch die eigene Kondition: „Der Körper stellt sich jetzt langsam wieder auf die dunkle Jahreszeit mit weniger Aktivitäten ein”, sagt der Wanderexperte. Deshalb mag man es in der Regel jetzt etwas ruhiger und weniger anstrengend.

Für die richtige Kleidung gilt das bewährte Zwiebelprinzip: Unterhemd oder Shirt, Hemd oder Bluse, Pullover und Wetterschutzjacke. Vor allem direkt auf der Haut sollten Materialien liegen, die Feuchtigkeit gut nach außen transportieren.

Bewährt hätten sich spezielle Funktionsmaterialien, die allerdings ein leicht kühlendes Gefühl hinterlassen könnten, sagt Winter. Naturmaterialien fühlten sich jetzt im Herbst wohliger an: „Merinowolle ist eine gute Alternative zu den synthetischen Fasern und auch auf Baumwolle können Wanderer zurückgreifen, wenn es sich um eine sehr gute Qualität handelt.”

Auf jeden Fall gehört Wechselwäsche in den Rucksack, um sich nach einem schweißtreibenden Aufstieg umziehen zu können. Wichtig ist das passende Schuhwerk: Die Wanderschuhe sollten eine rutschfeste Profilsohle haben und wasserdicht sein.

Denn nasse Füße kann man im Herbst auch bekommen, wenn es gar nicht regnet. „Das durch den Morgentau feuchte Gras trocknet im Herbst erst spät oder überhaupt nicht”, sagt Winter. Führt der Weg über Wiesen, sind Hose und Schuhe schnell durchnässt.

Auch an anderen Stellen spielt die Feuchtigkeit eine Rolle: „Steine und Felsen sind häufig von einem nassen Film überzogen und können dadurch sehr glatt sein.” Neben der Profilsohle helfen Wanderstöcke gut über solche rutschigen Passagen hinweg.
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