Köln - Bei Transportboxen auf sichere Beladung achten

Bei Transportboxen auf sichere Beladung achten

Von: ddp
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Köln. Der Sommer naht und die Ferienzeit beginnt. Viele Familien verbringen ihren Urlaub in Deutschland oder in den Nachbarstaaten wie Österreich und Dänemark.

Für die Anreise wird dann oft das eigene Auto genutzt und bis oben hin vollgepackt. Manchmal kommt so viel Gepäck zusammen, dass der Platz im Wagen nicht reicht. Dann greifen viele auf eine Dachbox zurück. Damit es während der Fahrt keine unliebsamen Überraschungen gibt, sollte man bei der Beladung der Box jedoch einiges beachten.

Hans Ulrich Sander vom TÜV Rheinland in Köln betont: „Zunächst sollte man in Erfahrung bringen, wie hoch überhaupt die zugelassenen Dachlasten für das eigene Auto sind.” Diese Informationen findet man entweder in der Betriebsanleitung oder man kann sie beim Hersteller erfragen. Ebenso wichtig sei jedoch auch, mit wie viel Gewicht die Dachbox maximal beladen werden darf. Gehen diese Werte auseinander, ist immer der kleinere von ihnen maßgeblich.

Sander warnt davor, beim Kauf der Dachbox sofort nach dem billigsten Angebot zu greifen: „Man sollte unbedingt darauf achten, dass die Box das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit trägt.” Bei diesen Modellen könne man davon ausgehen, dass die Konstruktion der Box und die Befestigung den notwendigen Sicherheitsstandards genügten.

Geht es an das Einladen des Urlaubsgepäcks, gehören schwere Dinge möglichst weit unten in das Auto und nicht in die Dachbox. Dort sollte man das verstauen, was relativ viel Platz benötigt, aber wenig wiegt, empfiehlt der Experte. Zum Beispiel Jacken, Schlafsäcke oder auch Windelpakete. Gegen einen Karton mit Wein sei zwar grundsätzlich auch nichts einzuwenden. Dieser muss aber so gepackt werden, dass er nicht hin- und herrutscht - bei einer Vollbremsung kann der Weinkarton sonst zu einem Geschoss werden und die Box dabei vom Dach reißen.

Manchmal wird zusätzlicher Platz jedoch nicht für Gepäck, sondern für Fahrräder benötigt. Dann wird auf dem Dach keine Box, sondern ein Fahrradträger montiert. Auch hierbei müsse auf Sicherheit und den Wert der zugelassenen Dachlast geachtet werden, betont Sander und mahnt: „Bei der Ermittlung des Gewichts der Zuladung muss man aber unbedingt daran denken, das Gewicht des Fahrradträgers oder auch der Dachbox einzubeziehen.”

Wenn alles verstaut ist und es losgehen kann, sollte noch einmal die Befestigung überprüft werden. Der TÜV-Experte rät außerdem, nach einigen Kilometern auf der Autobahn auf den Parkplatz zu fahren und die Schrauben ein weiteres Mal zu kontrollieren und eventuell nachzuziehen. Außerdem müsse man das geänderte Fahrverhalten des Wagens beachten: „Durch die Dachaufbauten wirkt sich Seitenwind stärker aus, der Bremsweg verlängert sich und es kommt zu einer Verlagerung des Schwerpunktes.” Man sollte deswegen unbedingt die Geschwindigkeitsangaben des Herstellers von Dachbox oder Fahrradträger beachten.

Auch das Autofahren an sich wird teurer - der Spritverbrauch steigt spürbar. Deshalb ist es ratsam, die Dachaufbauten möglichst schnell wieder abzubauen, sobald sie nicht mehr gebraucht werden. Und einen letzten - wichtigen - Rat hat der Experte außerdem noch: „Bei niedrigen Brücken, Parkhäusern oder Tiefgaragen sollte man unbedingt daran denken, dass das Auto mit Dachbox oder Fahrrädern um einiges höher ist.”
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