Versicherung zahlt nicht alle Silvesterböller-Schäden

Von: dapd
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Kornwestheim. Der Weg ins Neue Jahr ist Jahr für Jahr mit viel Getöse und Feuerwerk verbunden. Doch für ungezählte Autobesitzer endet der Spaß oftmals mit Beschädigungen am eigenen Fahrzeug. „In den wohl meisten Fällen ist der Urheber des Malheurs nicht mehr feststellbar”, sagt der auf Verkehrsrecht spezialisierte Anwalt Michael Winter.

Allerdings: „Fängt ein Auto wegen eines Feuerwerkskörpers an zu brennen oder wird es von einer Explosion beschädigt, ist dies dann ein Fall für die Teilkaskoversicherung”, fügt der Rechtsanwalt aus Kornwestheim hinzu.

Sollte glücklicherweise der Schadensverursacher bekannt sein, dann könne man ihn beziehungsweise dessen Privathaftpflicht in Anspruch nehmen. In jedem Fall sollte die Versicherung rasch über das Geschehen informiert werden.

Die Teilkaskoversicherung springt laut Winter ebenfalls in die Bresche, wenn in der Silvesternacht Glas am Auto,  zum Beispiel Scheiben, Scheinwerfer oder Rücklichter von Feuerwerkskörpern beschädigt würden. „Ich empfehle in jedem Fall, am Neujahrsmorgen das Auto genau in Augenschein zu nehmen”, sagt Winter. Zudem gelte, „verursachen unbekannte Dritte mutwillig mit Feuerwerkskörpern einen Schaden an einem Auto, ist ein solcher nur über eine Vollkaskoversicherung gedeckt”. Wer keine abgeschlossen habe, „schaut in die Röhre”.

Das Auto in Sicherheit bringen

Um Ärger zu vermeiden, empfiehlt der Rechtsanwalt, Vorkehrungen zu treffen und zwar „so früh wie möglich”. „Am sichersten steht das Fahrzeug in einer abgeschlossenen Einzelgarage”, sagt Winter. Er empfiehlt bei Tief- und Gemeinschaftsgaragen darauf zu drängen, dass diese abgeschlossen werden.

Doch vielfach bleibe das Auto auf der Straße. Dann sollte es vorsorglich aus typischen Gefahrenzonen herausgebracht werden. Anwohnerstraßen in der Nähe von Kneipen sowie Marktplätze und Szenetreffpunkte zählten zu den gefährlichsten Stellplätzen.

Riskant sind auch Autofahrten in der Silvesternacht. Manch ein Feiernder macht sich einen Spaß daraus, gezündete Böller auf fahrende Autos zu werfen. Auch querschlagende Raketen, die von Gehwegen und Balkonen gestartet werden, können das teure Blech streifen und mindestens ärgerliche Schmauchspuren hinterlassen.

„Aus eigener Erfahrung kann ich nur jedem raten, zu vermeiden, zwischen 23.30 Uhr des alten Jahres um 0.45 Uhr des neuen Jahres mit seinem Fahrzeug unterwegs zu sein”, sagt Winter.

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