Rechtstipp: Beruf muss präzisiert werden

Von: ddp.djn
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Köln. Um Leistungen von der Berufsunfähigkeitsversicherung beziehen zu können, muss eine präzise Arbeitsbeschreibung vorlegen. Aus dieser muss ersichtlich sein, welche konkrete Arbeit in welchem Umfang zuletzt ausgeübt wurde, hat das Oberlandesgericht Köln entschieden.

In dem Fall hatte ein Fahrlehrer nach einem Bandscheibenvorfall Ansprüche gegen die Versicherung geltend gemacht, weil er zu mindestens 50 Prozent nicht mehr in der Lage war, seine Tätigkeit als Fahrlehrer auszuüben. Da der Versicherer jedoch nicht zahlen wollte, landete der Fall vor Gericht.

Die Richter machten jedoch Bedenken gegen die Geschichte des Mannes geltend. Nicht nur, dass sich seine Angaben zum Umfang der Tätigkeit in den Verfahren änderten, den Richtern war zudem nicht klar, welchen Beruf der Mann tatsächlich ausübte.

Denn in den Steuerunterlagen war auch noch ein von ihm betriebener Sportbekleidungsladen aufgetaucht. Da es allerdings Sache des Antragstellers ist, seine Berufsunfähigkeit entsprechend zu belegen, stellten die Richter sich auf die Seite der Versicherung, so dass der Mann keine Rente bekommt. (AZ: 5 U 237/06)
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