Mietvertrag unter Angehörigen muss Fremdvergleich standhalten

Von: dapd
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Stuttgart. Ein Mietvertrag zwischen dem Sohn als Vermieter und der Mutter als Mieterin kann steuerlich nicht anerkannt werden, wenn er nicht so gestaltet wird, wie es unter Fremden üblich ist. Das geht aus einem Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg hervor, wie die Bausparkasse Wüstenrot mitteilte (Aktenzeichen: 9 K 9009/08). Es kann sich demnach um einen Scheinvertrag mit dem Verdacht auf Steuerhinterziehung handeln.

Der fragliche Mietvertrag enthielt unter anderem keine Vereinbarungen über Zeitpunkt und Höhe von Nebenkostenvorauszahlungen. Der Vermieter hatte auch jahrelang keine Nebenkosten von der Mieterin angefordert. Zudem hatte er uneingeschränkt Zugang zur vermieteten Wohnung, so dass er sie nach Überzeugung des Gerichts gleichberechtigt mitgenutzt hat. Nach Einschätzung des Gerichts beruhte das Mietverhältnis auf einem Scheinvertrag. Den Vertrag in die Veranlagungen zur Einkommenssteuer eingebracht zu haben, sei als Steuerhinterziehung zu werten.

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