Mandant darf Anwaltshonorar zurückfordern

Von: dpa
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Karlsruhe. Ein Mandant darf das Honorar zurückverlangen, wenn der Anwalt im laufenden Prozess grundlos das Mandat kündigt. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe hervor, über das die „Monatsschrift für Deutsches Recht” berichtet.

Das gelte auch rückwirkend für Beratungsleistungen, wenn sich der Mandant einen neuen Anwalt sucht und die gleichen Gebühren erneut fällig werden (Az.: 4 U 192/07).

In dem Fall hatte die Klägerin von ihrem bisherigen Anwalt die Rückerstattung des bereits gezahlten Honorars verlangt. Zuvor hatte der Anwalt das Mandat während des noch laufenden Prozesses gekündigt, weil sich die Klägerin über seine Vorgehensweise beschwert hatte.

Das Gericht hielt die Forderung der Frau für berechtigt. Der Anwalt hätte das Mandat nicht ohne weiteres kündigen dürfen. Dieser Schritt sei allenfalls dann zulässig, wenn ein Mandant haltlose Vorwürfe erhebe. Dafür habe es aber keine Anhaltspunkte gegeben.

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