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Keine Vorerkrankungen bei Dread-Disease-Policen verschweigen

Von: ddp
Letzte Aktualisierung:

Köln. Werden in einer Schwere-Krankheiten-Vorsorge-Versicherung (Dread-Disease-Police) von der Krankenkasse finanzierte therapeutische Maßnahmen verschwiegen, steht der Versicherungsschutz auf dem Spiel.

In einem vor dem Landgericht Köln (AZ: 37 O 625/08) verhandelten Fall hatte ein Antragsteller 50 Therapiesitzungen bei einem niedergelassenen Arzt verschwiegen, die von der Krankenkasse bewilligt und damit finanziert wurden. In der Folge müsse er damit rechnen, dass die Versicherung den Vertrag wegen Arglist erfolgreich in Frage stellt.

Die Betroffene hatte die Sitzungen als reine „Lebenshilfe” eingeordnet und Fragen nach Beschwerden im Antrag verneint. Das aber rechtfertigt nach Ansicht der Richter die Annahme von Arglist. Die Klägerin hatte ihre Lebenssituation zum damaligen Zeitpunkt selbst als erheblich belastend eingeschätzt - immerhin litt sie unter Depressionen und später unter Essstörungen.

Hinzu komme, dass allein der Umfang und die Dauer der Behandlungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dieser extrem belastenden Lebenssituation für das Gericht eine Vorerkrankung deutlich machten, die die Versicherte nicht als belanglos angesehen haben kann, meinten die Richter. Die Versicherung konnte den Vertrag damit anfechten und musste die Versicherungssumme nicht auszahlen.

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