Keine Haftung für ausgebrochene Kuh

Von: dapd
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Schleswig. . Bauern haften nicht für Schäden, die eine Kuh anrichtet, wenn sie aus der Koppel ausbricht und anschließend in Panik randaliert.

Das gilt nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig- Holstein selbst dann, wenn die Koppel nicht ausreichend gesichert war.

In dem Fall war die Kuh nach ihrem Ausbruch mit zwei Autos kollidiert und hatte einen Sachschaden von 10.000 Euro verursacht. Das Gericht sah die Sorgfaltspflichten des Landwirts nicht als verletzt an. Denn selbst dann, wenn der Landwirt den vom Sachverständigen bei Jungrindern für erforderlich angesehenen Zaun angebracht hätte, hätte dieser Zaun einer Panikreaktion des Rinds nicht standgehalten.

Das Oberlandesgericht sah es auch nicht als eine Verletzung von Sorgfaltspflichten des Landwirts an, dass dieser die Rinder für die kurze Zeit bis zur Aufstallung auf der kleinen betriebsnahen Hofkoppel gehalten hatte. Dies sei gängige landwirtschaftliche Praxis und ermögliche es, die Tiere vor der Aufstallung an den Hof- und Stallbereich zu gewöhnen und sie nach einer wetterabhängigen Notwendigkeit kurzfristig in den Stall zu bringen. In diesem Fall blieben die Autofahrer auf ihrem Schaden sitzen. (AZ: 7 U 13/08)

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