Heimlicher Gesprächsmitschnitt ist Kündigungsgrund

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Mainz. Arbeitnehmer, die ein Personalgespräch heimlich auf ihrem Handy aufnehmen und anschließend mit der Veröffentlichung drohen, müssen eine fristlose Kündigung hinnehmen.

Das entschied das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz und wies damit die Klage einer Verlagsangestellten ab. In dem Fall, auf den der Frankfurter Bund-Verlag hinweist, war die Klägerin vom Geschäftsführer zu einem Personalgespräch geladen worden. Im Gespräch beschuldigte die Klägerin mehrere Kollegen des Mobbings und sexueller Belästigung. Unmittelbar nach der Unterredung teilte sie dem Geschäftsführer per E-Mail mit, dass sie das Gespräch aufgezeichnet habe und die behaupteten Vorfälle öffentlich machen werde.

Daraufhin kündigte der Verlag der Angestellten fristlos. Zu Recht, wie das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz entschied. Bereits die heimliche Tonaufnahme schließe eine „gedeihliche Zusammenarbeit” mit der Klägerin aus. Hinzu komme die angedrohte Veröffentlichung, durch die das Vertrauensverhältnis zum Arbeitgeber zerstört worden sei. (Aktenzeichen: Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz 5 Sa 687/11)
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert