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Gericht: Waffenabgabe nach Schüssen in die Luft wegen Partylärm

Von: epd
Letzte Aktualisierung:

Koblenz/Kaiserslautern. Ein Jäger, der aus Ärger über eine laute Party in der Nachbarschaft mit der Schrotflinte in die Luft schoss, muss seine Waffen abgeben.

Der Widerruf der Waffenbesitzkarte sei gerechtfertigt, wenn mit Waffen oder Munition missbräuchlich oder leichtfertig umgegangen werde, erklärte das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz am Donnerstag in Koblenz. (AZ: 7 A 10410/10. OVG)

Die Richter erkannten beim Kläger nicht mehr die erforderliche Zuverlässigkeit zum Besitz einer Waffe. Der Mann habe seine nur zur Jagd zugelassene Waffe missbräuchlich dazu genutzt, andere Menschen zu erschrecken. Die Koblenzer Richter ließen keine Berufung gegen das Urteil zu.

Der Mann hatte im Juli 2007 vom Balkon seines Hauses in Kaiserslautern drei Schüsse mit der Schrotflinte in die Luft abgegeben, weil er sich durch den Lärm einer in der Nähe stattfindenden Party gestört fühlte. Daraufhin entzog ihm die Kreisverwaltung die Waffenbesitzkarte. Der Mann, der seit mehr als 30 Jahren einen Jagdschein und acht Waffen besitzt und nach eigenen Angaben Schießsport im Verein betreibt, klagte dagegen beim Verwaltungsgericht Neustadt. Das wies die Klage ab.

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