Leipzig - Fahrgastrecht bei Fernbusreisen

Fahrgastrecht bei Fernbusreisen

Von: amv
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Leipzig. Fernbusse werden seit der Liberalisierung des Marktes mehr und mehr zu einer ernsthaften Alternative zu Bahn, Mitfahrzentralen & Co. Darin sind sich nicht nur Experten einig. Auch die steigende Zahl von Fernbus-Kunden spricht für sich.

Günstige Preise, hoher Komfort, eine vergleichsweise gute Umweltverträglichkeit sowie ein mittlerweile gut ausgebautes Streckennetz überzeugen immer mehr Reisende von dieser Art der Fortbewegung. Seit der Liberalisierung gelten bei Fahrten mit Fernbuslinien mit einer planmäßigen Wegstrecke von mindestens 250 Kilometern, bei denen zudem der Abfahrts- und Ankunftsort im Hoheitsgebiet eines EU-Mitgliedsstaates liegt, gelten neue Regelungen.

Unter www.verbraucherzentrale-sachsen.de findet man unter dem Stichwort "Transport" einen Überblick über die Rechte der Fahrgäste im Linienbusverkehr. Dieser enthält zudem Informationen zu den Regelungen für Strecken unter 250 Kilometern. Grundsätzlich gilt, bei Annullierung, Verzögerung der Abfahrt über zwei Stunden oder Überbuchung stehen dem Fahrgast folgende Rechte zu: Er kann die Fahrt sobald wie möglich fortsetzen, auch mit geänderter Streckenführung ohne Aufpreis oder sich das Geld für das Ticket zurückgeben lassen. "Wenn nichts unverzüglich angeboten wird, besteht ein Anspruch auf Entschädigung in Höhe von 50 Prozent", informiert Marion Schmidt von der Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig.

Verzögert sich die Abfahrt von einem Busbahnhof bei Fahrten, die planmäßig über drei Stunden dauern, um mehr als 90 Minuten, muss das Unternehmen dem Fahrgast Imbisse, Mahlzeiten oder Erfrischungen im angemessenen Verhältnis und falls nötig eine Unterbringung anbieten. "Allerdings trifft die Verordnung keine Regelungen für eine verspätete Ankunft beispielsweise durch einen Stau", gibt Schmidt zu bedenken.

Die Ansprüche der Fahrgäste auf Entschädigung bei Tod oder Körperverletzung sowie bei Verlust oder Beschädigung von Gepäck richten sich nach den nationalen Rechtsvorschriften. Darin vorgesehene Höchstgrenzen dürfen jedoch nicht weniger als 220.000 Euro pro Fahrgast und 1200 Euro Entschädigung je Gepäckstück betragen.

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