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Fahrer darf nicht blind auf grüne Ampel vertrauen

Von: dpa
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Münster. Autofahrer dürfen nur ganz vorsichtig in die Kreuzung einfahren, wenn die Ampel schlecht zu erkennen ist. Wer im blinden Vertrauen, sie zeige Grün, losfährt, handelt grob fahrlässig und erhält kein Geld von der Versicherung.

Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Münster hervor, über das die Fachzeitschrift „Recht und Schaden” (Heft 12/2009) berichtet. Wer die Ampelanzeige etwa wegen des Sonnenlichts nicht sehen könne, müsse anhalten oder besondere Vorsicht walten lassen (Az.: 15 O 141/09).

Das Gericht wies in dem Fall die Klage einer Autofahrerin gegen ihre Kfz-Vollkaskoversicherung ab. Die Frau war trotz roter Ampel in einen Kreuzungsbereich gefahren und kollidierte dort mit einem anderen Auto. Der Versicherer hielt ihr grobe Fahrlässigkeit vor und zahlte nur die Hälfte des Schadens.

Das Landgericht teilte diese Einschätzung. Die Richter ließen insbesondere das Argument der Klägerin nicht gelten, sie habe keinen bewussten Rotlichtverstoß begangen, da sie die Ampel gar nicht habe sehen können. Sie hätte in diesem Fall nicht auf die Kreuzung fahren dürfen.

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