Betriebskostenabrechnung muss nachvollziehbar sein

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

Köln. Mieter müssen Betriebskostenabrechnung verstehen können. Daher sollte sie nicht zu umfangreich sein.

Umfasst die Abrechnung mehr als 80 Seiten, ist sie nicht mehr nachvollziehbar, entschied das Amtsgericht Köln (Az.: 219 C 302/08), wie der Deutsche Mieterbund in Berlin mitteilt. Nachzahlungen müssen daher nicht geleistet werden.

In dem Fall hatte ein Vermieter eine umfangreiche Betriebskostenabrechnung verfasst. Darin standen Informationen zu Heizkosten, Wasser- und Abwasserkosten, diverse Abrechnungen und Zahlungsaufstellungen. Außerdem gab es Erläuterungen der einzelnen Betriebskostenarten und deren Umlageschlüssel, Flächenaufstellungen, Informationen zu Heizkreisläufen, zu unterschiedlichsten Personalkosten oder zu diversen Aufmaßen.

Die geforderte Nachzahlung in Höhe von fast 767 Euro mussten die Mieter nicht zahlen. Das Gericht wertete die lange Abrechnung als Buch. Eine Prüfung der Aufstellungen zu den Betriebskosten sei einem durchschnittlichen Mieter nicht zuzumuten. Nur bei einer nachvollziehbaren Nebenkostenabrechnung habe der Vermieter begründeten Anspruch auf Nachforderungen.

Die Homepage wurde aktualisiert