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Arzt muss möglichen Misserfolg von OP aufklären

Von: dpa
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Naumburg. Ein Arzt muss einen Patienten über das Misserfolgsrisiko einer Operation aufklären. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Naumburg hervor, über das die „Monatsschrift für Deutsches Recht” (Heft 6/2010) berichtet.

Allerdings müsse der Arzt nicht genaue Prozentzahlen nennen. Vielmehr genüge der pauschale Hinweis, dass die Operation in anderen Fällen fehlgeschlagen sei (Az.: 1 U 59/09).

In dem Fall wollte der Kläger nach einer misslungenen Operation den Arzt dafür haftbar machen, dass er ihn nicht ausreichend über einen Misserfolg aufgeklärt habe. Tatsächlich hatte der Arzt allerdings in einem Aufklärungsbogen auf einen möglichen Misserfolg hingewiesen. Die Richter befanden, es wäre Sache des Patienten gewesen, notfalls beim Arzt nachzufragen, wenn ihm der Hinweis auf mögliche Misserfolge zu ungenau gewesen sei. Eine fehlerhafte Aufklärung lasse sich dem Arzt nicht vorhalten.

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