Zu viel Kalium kann das Herz aus dem Takt bringen

Von: dapd
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Kirchheim unter Teck. Ein ausgewogener Mineralstoffhaushalt ist Voraussetzung für ein gesundes und starkes Herz. Besonders Kalium spiele eine wichtige Rolle, betont Norbert Smetak vom Bundesverband Niedergelassener Kardiologen.

„Kalium regelt zum Beispiel den Wasserhaushalt der Zellen und die Weiterleitung von Nervenimpulsen.” Auch die Muskeltätigkeit des Herzens und die Enzymaktivierung seien ohne das Mineral nicht denkbar. „Kalium ist für den Menschen einfach lebensnotwendig”, betont der Kardiologe. Allerdings komme es auf die richtige Menge an.

Bei einer ausgewogenen Ernährung erhalte der Körper in der Regel automatisch die benötigte Tagesmenge Kalium, betont Smetak. Der tägliche Bedarf eines Erwachsenen liege bei circa 2000 Milligramm. „Diese Menge liefern vor allem frisches Obst und Gemüse, aber auch Trockenobst und Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Fisch und Fleisch”, sagt der Kardiologe aus Kirchheim unter Teck.

Bei einer Mangelerscheinung, die sich zum Beispiel in Störungen des Nervensystems und der Muskelfunktion oder Veränderungen der Herztätigkeit zeige, müsse Kalium gesondert zugeführt werden. „Vor allem bei der Behandlung von Herzrhythmusstörungen wird gerne ein Kombinationspräparat aus Kalium und Magnesium gegeben, da Kalium die Aufnahme von Magnesium in die Zellen begünstigt.” Diese medikamentöse Verordnung müsse aber immer von einem Arzt kontrolliert werden, betont der Kardiologe. Das gilt besonders dann, wenn noch andere Erkrankungen vorliegen: „Bei Menschen mit einer Nierenschwäche oder Dialysepatienten kann eine Kaliumgabe Herzrhythmusstörungen begünstigen oder diese noch verstärken”, warnt Smetak vor einer Eigenmedikation.

Auch bei Patienten mit Wassereinlagerungen, die Diuretika, also entwässernde Medikamente nehmen, müsse die Wechselwirkung mit Kalium beachtet werden: „Das Diurektikum fördert die Ausschwemmung von Kalium”, erklärt Smetak. Es sei daher wichtig, regelmäßig Blutspiegelbestimmungen vorzunehmen, um den genauen Kaliumwert im Körper beobachten und nach Bedarf korrigieren zu können.
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