Wunden vor dem Verbinden gründlich reinigen

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Wiesbaden. Oberflächliche Verletzungen sollten vor dem Verbinden gründlich gereinigt werden. Bei Schürfwunden rät der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden, Fremdkörper mit einer Pinzette zu entfernen und die Wunde mit Desinfektionsmittel oder sauberem Leitungswasser zu reinigen.

Anschließend kann der Verletzte die Wunde mit einem Pflaster oder einer Kompresse mit Mullbinde abdecken. Tiefer sitzende Fremdkörper sollte nur ein Arzt herausziehen.

Wer sich geschnitten hat, lässt die Wunde am besten kurz bluten. Dadurch reinige sie sich selbst, so der BDI. Danach drückt man die Wundränder zusammen und klebt quer zum Schnitt ein Pflaster darauf. Stärker blutende Schnittwunden seien mit einem Druckverband zu verbinden. Dazu werde eine sterile Wundauflage und darüber ein Verbandpäckchen auf den Schnitt gelegt und mit einer Binde befestigt.

Blutet die Wunde auch nach fünf Minuten noch, sollte der Verletzte zum Arzt gehen. Das gleiche gilt nach Angaben der Experten, wenn der verletzte Körperteil taub wird und sich nur eingeschränkt bewegen lässt. Diese Beschwerden deuten darauf hin, dass Nerven oder Sehnen verletzt wurden.

Platzwunden lassen sich laut BDI mit Kompresse und Binde abdecken. Damit die Wunde schneller heilt, sollte allerdings ein Arzt zuvor die Wundränder ausschneiden und die Wunde nähen. Grundsätzlich empfiehlt sich bei Schwellungen, Rötungen, starker Erwärmung und Schmerzen sowie eingeschränkter Bewegungsfreiheit ein Besuch beim Arzt. Diese Komplikationen sind Signale für eine Entzündung.
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