Weg von der Zigarette: Nikotinersatztherapien helfen

Von: dpa
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Köln. Nikotinersatztherapien können dabei helfen, mit dem Rauchen aufzuhören. Das gilt vor allem für Menschen, die mehr als zehn Zigaretten am Tag rauchen.

Eine Auswertung wissenschaftlicher Studien habe ergeben, dass sieben Prozent der Teilnehmer von diesen Therapien profitierten, teilt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) auf dem Portal Gesundheitsinformation.de mit.

Während von 100 Personen, die keine Therapie machten, nur etwa 10 Prozent nach sechs Monaten mit dem Rauchen aufhörten, waren es bei den Teilnehmern einer Nikotinersatztherapie 17 von 100.

Allerdings bekamen alle Teilnehmer neben der Nikotinersatztherapie weitere Unterstützung, etwa in Form von Broschüren, Beratungsgesprächen oder einem Entwöhnungsprogramm. Das müsse bei der Bewertung der Ergebnisse berücksichtigt werden, so das IQWIG.

Für eine Nikotinersatztherapie gebe es in Deutschland verschiedene Möglichkeiten: Nikotinkaugummis, -inhaler, -pflaster und -tabletten. All diese Mittel gibt es rezeptfrei in der Apotheke zu kaufen. Mit ihnen wird das Nikotin dem Körper weiter zugeführt. Es soll die Entzugserscheinungen lindern, an denen Raucher vor allem in den ersten Wochen ohne Zigarette leiden, so das IQWiG. Manche Ex-Raucher werden unruhig, aggressiv oder depressiv, viele hätten ein starkes Verlangen nach Zigaretten, können sich nicht mehr so gut konzentrieren und haben mehr Appetit.

Die meisten Menschen vertrügen die Nikotinersatztherapie gut. Bei einigen rufen Nikotinpflaster dem IQWiG zufolge aber Hautreizungen und -rötungen hervor. Andere klagten bei Nikotinkaugummis über Kieferschmerzen oder Magen-Darm-Probleme.

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