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US-Studie: Weniger Feinstaub erhöht die Lebenserwartung

Von: dpa
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Boston. Die sinkende Feinstaubbelastung hat die Lebenserwartung der Menschen in den Metropolregionen der USA messbar erhöht. Das zeigt der Vergleich der Luftqualität und der Lebenserwartung in 211 Bezirken 51 amerikanischer Städte.

Ein Feinstaub-Rückgang um zehn millionstel Gramm (10 Mikrogramm) pro Kubikmeter Luft habe die Lebenserwartung im Mittel um 0,6 Jahre verbessert, schreiben Epidemiologen um Clive Arden Pope von der Brigham-Young-Universität in Provo (US-Staat Utah) im Fachblatt „New England Journal of Medicine” (Bd. 360, S. 376).

Die Mediziner hatten für die Jahre 1979 bis 1983 und 1999 bis 2000 Messdaten zu extrem kleinen Feinstaubpartikeln gesammelt, die höchstens einen Durchmesser von 2,5 tausendstel Millimetern hatten. Diese verglichen sie mit den statistischen Daten zur Lebenserwartung im jeweiligen Bezirk, wobei sie Korrekturen für die Zahl der Raucher sowie für verschiedene demografische und sozioökonomische Faktoren einrechneten. Die sinkende Feinstaubbelastung trug demnach bis zu 15 Prozent zum allgemeinen Anstieg der Lebenserwartung bei, der sich im Studienzeitraum für die untersuchten Bezirke im Mittel auf 2,72 Jahre summierte.

Den größten Rückgang der Feinstaubbelastung verzeichneten die Forscher in Pittsburgh (US-Staat Pennsylvania), wo sich die Konzentration von 30 auf 16 bis 17 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft fast halbierte. Die Lebenserwartung stieg dadurch immerhin um fast zehn Monate.

Für Deutschland hatte das Umweltbundesamt am Mittwoch für 2008 die niedrigste Feinstaubbelastung seit Beginn der Messungen im Jahr 2000 verkündet. Das Amt führte dies vor allem auf günstige Wetterbedingungen zurück. In Europa werden Partikel mit einem Durchmesser von bis zu 10 tausendstel Millimetern zum Feinstaub gerechnet.

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