München - Trotz Rückenbeschwerden: Keine Angst vor La Ola-Wellen

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Trotz Rückenbeschwerden: Keine Angst vor La Ola-Wellen

Von: dpa
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Auch wer Rückenbeschwerden hat, muss bei der Fußball-EM nicht aufs Jubeln verzichten. Jubelsprünge und La-Ola-Wellen sind sogar besser, als lange bewegungslos im Stadion zu stehen. Wer bei tollen Treffern aufspringt, tut dem Kreislauf etwas Gutes - und der Wirbelsäule auch. Foto: dpa

München. Menschen mit Rückenleiden müssen sich beim Fußball-EM-Jubel nicht zurückhalten - ganz im Gegenteil. La-Ola-Wellen und Jubelsprünge können für sie sogar gut sein.

Denn das lange und anstrengende Stehen beim Public-Viewing oder im Stadion sollte regelmäßig unterbrochen werden, rät Reinhard Schneiderhan, Orthopäde aus München und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga. Bleibt man hingegen lange unverändert in einer Position, löse das häufig Verspannung und Krämpfe an der Wirbelsäule aus.

Das Auf und Ab der Arme bei einer La Ola-Welle helfe beispielsweise, den Schulterbereich zu lockern. Jubelsprünge entlasteten die Bandscheiben und belebten den Kreislauf, erklärt Schneiderhan.

Zusätzlich helfen regelmäßige Übungen, beim Anfeuern - ob sitzend vor dem Fernseher oder im Stehen beim Public Viewing - Schmerzen zu vermeiden. Um die Halswirbelsäule zu aktivieren, sollte man sich mit geradem Rücken auf den Stuhl- oder den Sofarand setzen und mit dem Zeigefinger das Kinn nach hinten schieben.

Eine weitere Übung findet im Stehen statt: Die Arme werden gerade über dem Kopf nach oben gestreckt, und die Hände greifen immer wieder in die Luft. Stellt man sich dabei zusätzlich auf die Zehenspitzen, entkrampfe sich die gesamte Wirbelsäule, lautet der Rat. Beide Übungen sollten mindestens dreimal hintereinander mit kleinen Pausen dazwischen ausgeführt werden.

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